Microsoft-Service Viren statt Support-Tipps
Seattle - Betroffen waren nach Firmenangaben die beiden Webseiten "Premier Support" und "Gold-Certified Partner." Nach Angaben von Microsoft-Sprecherin Michele D'Amour richten sich die Angebote an Firmen, die Geschäftskundensoftware verkaufen oder entwickeln.
Mindestens 26 von ihnen sollen sich nun eine Datei heruntergeladen haben, die mit dem "FunLove"-Virus verseucht war. Nach Angaben von Microsoft habe bislang keiner der Betroffenen eine Virusattacke gemeldet. Das liegt nach Angaben der Firma vor allem daran, dass die betroffenen Kunden ihre Antiviren-Software immer auf den neuesten Stand brächten. Ein versehentliches Verteilen an weniger wachsame Unternehmen hätte also unter Umständen schwerwiegendere Folgen gehabt.
Offenkundig alte Virenfilter waren auch die Voraussetzung dafür, dass das Virus überhaupt in das Microsoft-System gelangen konnte. D'Amour sagte, "FunLove" sei auf unbekanntem Weg aus dem firmeninternen Netzwerk in die betroffenen Angebote gelangt. Deren Server seien mit der veralteten Software ausgestattet gewesen.