Microsoft versus Palm Streit um Werbung für Taschencomputer
New York - Die US-Wettbewerbsbehörde FTC hat ein Verfahren gegen Microsoft eingeleitet, berichtet die Online-Ausgabe des "Wall Street Journals". Dabei geht es um eine Werbekampagne, in der Microsoft die Produkte des Konkurrenten Palm direkt angegriffen hatte. In Anzeigen mit dem Schriftzug "Can Your Palm Do That?" ("Kann Ihr Palm das?") war darin für den Pocket PC von Microsoft geworben worden. Pikant dabei: Die vorgestellten Features für drahtlose Kommunikation waren beim Microsoft-Modell offenbar nur gegen Aufpreis erhältlich. Ein Hinweis darauf sei in den Anzeigen wegen seiner geringen Größe aber kaum zu lesen gewesen. Die FTC sieht darin eine falsche und irreführender Werbung. Ein Microsoft-Sprecher habe einen Kommentar dazu abgelehnt, hieß es.
Microsoft verhandelt dem Bericht zufolge allerdings bereits über einen Vergleich. Außerdem sei die beanstandete Kampagne bereits beendet. In einem neuen, drei Millionen Dollar teuren Werbefeldzug für Taschencomputer erwähne Microsoft den Konkurrenten Palm nicht mehr.