Mp3: US-Regierung vs. Napster - DER SPIEGEL
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Mp3 US-Regierung vs. Napster

Schlechte Nachrichten für die Mp3-Tauschbörse Napster: Nach Ansicht der US-Regierung gibt es keine rechtliche Grundlage für den Internetdienst.
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Hamburg - Bislang konnte Napster sein Ende verhindern. Die Tauschbörse werde durch den "Audio Home Recording Act" rechtlich gedeckt, so die Argumentation der Anwälte. "Falsch", sagen das US-Justizministerium, das Patent- und Markenamt sowie die Urheberrechtsbehörde. In einem Brief, der auch von den drei Regierungsstellen unterschrieben ist, heißt es: Der "Audio Home Recording Act" gelte nur für tatsächlich vorhandene Produkte, wie etwa Kassetten, CDs, die für Portable Abspielgeräte herstellt wurden. Auf Software-Produkte könne man die Vorschrift keinesfalls ausdehnen.

Wie sich der nun veröffentlichte Brief auf das Gerichtsverfahren gegen Napster auswirkt, ist unklar. Für die erste Oktoberwoche ist der nächste Verhandlungstermin angesetzt. Der Branchenverband, die "Recording Industry Association of America" (RIAA) hatte im Dezember, fünf Monate nach dem Start von Napster, Klage gegen das Unternehmen erhoben. Die Anwälte warfen der Firma vor, mit ihrem Mp3-Tauschservice Urheberrechts-Verletzungen zu fördern.