Nach Vista-Verschiebung Microsoft baut Betriebssysteme-Sparte um
Seattle - Microsoft kündigte heute eine umfassende Umstrukturierung des Unternehmensbereichs an, in dem das Betriebssystem Windows hergestellt wird. Mit Steve Sinofsky übernimmt ein Mitglied der Einheit für Office-Anwendungen die Führung des Geschäftsbereichs, der zuletzt von mehreren Verzögerungen und nicht eingehaltenen Fristen getrübt war.
Nach Unternehmensangaben wird Sinofsky zudem zum Vize-Präsidenten von Microsoft ernannt. Er soll dabei auch einige Aufgaben von Jim Allchin übernehmen, der bereits im vergangenen Jahr seinen Rückzug angekündigt hatte. Allchin hatte ursprünglich aber die Markteinführung von Vista abwarten wollen.
Die Personalie gliedert sich in eine Reihe von Umbesetzungen innerhalb des weltweit führenden Software-Herstellers aus Seattle ein. Ziel der Neuorganisation sei eine Verbesserung der Online-Strategie, hieß es. Damit will der Konzern offenbar auch seine Position gegenüber Unternehmen wie Google und Yahoo stärken.
Am Dienstag hatte Microsoft die Einführung des neuen Betriebssystems Vista für den breiten Markt überraschend erneut verschoben. Die in erster Linie für Privatkunden vorgesehenen Programm-Versionen sollen nun erst im Januar 2007 und nicht wie bislang vorgesehen in der zweiten Hälfte 2006 erscheinen. Vista wird damit nicht in dem für die gesamte PC-Branche wichtigen Weihnachtsgeschäft verfügbar sein.
har/ap/rtr