Netsky.B: Wurm beißt Wurm - DER SPIEGEL
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Netsky.B Wurm beißt Wurm

Alle Tage wieder warnt die IT-Sicherheitsbranche vor frischen Viren und Würmern. Netsky.B ist ein bissiges Kerlchen, dass Jagd auf die MyDoom-Viren macht.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Es sieht so aus, als würden sich da draußen in Cyberia wieder einmal die konkurrierenden Virenschreiber beharken: Mit Netsky.B kursiert seit dem 18. Februar ein Würmchen, das ganz gezielt Jagd auf die Würmer MyDoom A und B macht. Inzwischen warnen alle Virenschutz-Unternehmen mit erhöhter Dringlichkeit vor dem Schädling, der zwar längst nicht an die MyDoom-Plage heranreicht, sich aber schon überdurchschnittlich schnell vermehrt und verbreitet.

Problematisch ist Netsky.B genau aus diesem Grund: Er droht, zum Mail-Gateway-Verstopfer zu werden. Seine Schadroutine hingegen mag dem einen oder anderen sogar willkommen sein: Wenn Netsky.B auf dem befallenen Rechner selbst etwas bewirkt, dann die Schließung der durch MyDoom geöffneten Hintertüren ins System.

Der "Erfolg" des massenhaft verbreiteten MyDoom-Wurmes scheint Konkurrenten auf den Plan gerufen zu haben: Bereits in der letzten Woche hatte ein Virenautor - weitgehend erfolglos - versucht, mit einer Version des "Nachi"-Wurmes gegen MyDoom vorzugehen. Nachi ging sogar so weit, den Download der nötigen Sicherheitspatches von Microsoft einzuleiten.

So löblich das Wirken dieser Viren also zunächst klingen mag, warnen IT-Sicherheitsexperten trotzdem vor ihnen: Die Einwirkung eines PC-Virus auf einen Computer ist prinzipiell negativ zu sehen - besser ist es, wenn er gar nicht erst auf dem Rechner landet.

Wer sich Netsky.B fängt, bemerkt das nach Öffnen eines E-Mail-Attachments durch die gefälschte Fehlermeldung "The file could not be opened!". Netsky.B vermehrt sich dann, indem er E-Mail-Adresse abgreift und sich massenhaft verschickt.

Eine ausführliche Beschreibung des Virus und seiner Kennzeichen in deutscher Sprache hält Sophos bereit. Alle Virenschutzunternehmen haben ihre Virenscanner auf den neuesten Stand gebracht und fordern ihre Kunden zum kostenlosen Update über das Internet auf. Symantec stellt ein Stand-Alone-Tool zur Entfernung des Virus zur Verfügung.

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