Netzwelt-Ticker Budget-Laptops von Apple?
Studie: Windows Vista wird sicher ziemlich sicher
Die neuen Sicherheitsfunktionen des für Anfang 2007 erwarteten Windows XP-Nachfolgers Vista werden den 3,6 Milliarden US-Dollar schweren Markt für Windows-Sicherheitslösungen kannibalisieren, behauptet eine Studie des Marktforschungsunternehmens Yankee Group. Analyst Andrew Jaquith schreibt in der Studie, "dass Vista den Markt für Anti-Spyware und Desktop-Firewalls schrumpfen lassen wird." Der Markt für Antiviren-Software wird von Vista dagegen unbeeinflusst bleiben, glaubt Jaquith. Statt eine solche Funktion in Vista zu integrieren, will Microsoft ein eigenes Antiviren-Produkt namens Windows Live OneCare vermarkten.
Optimistisch geht der Bericht davon aus, dass die Zahl kritischer Sicherheitslücken in Vista um 80 Prozent gegenüber seinem Vorgänger reduziert und die Wirkung der übrigen 20 Prozent stark abgeschwächt wird. Dennoch fürchtet Jaquith, werde die Anwenderfreundlichkeit unter der erhöhten Sicherheit leiden. "Es ist klar wie Kloßbrühe, dass Vista die Anwender richtig ärgern wird," sagte er gegenüber CNet und ergänzt, das neue Sicherheitssystem sei "viel zu redselig und zu nervig." Als Fazit empfiehlt der Bericht, mit der Einführung von Vista im professionellen Bereich bis 2008 zu warten. "Als übergeordnete Strategie sollten Firmen, die ihre Hardware aufrüsten wollen, auch Apples Dual Boot Macs in Betracht ziehen," rät Jaquith.
Apple immer attraktiver für Viren
Nach einem Bericht des Antiviren-Software-Herstellers McAfee hat die Zahl der Sicherheitslücken in Apples Mac OS X seit 2003 um 228 Prozent zugenommen. Zwar räumt die Firma ein, die Gesamtzahl der Probleme sei immer noch weit geringer als unter Windows, doch werde das Mac-Betriebssystem aufgrund der zunehmenden Verbreitung auch für Viren-Programmierer ein immer attraktiveres Ziel, schreibt "eWeek". Zeitgleich zur Veröffentlichung des Berichts hat McAffee eine neue Version des Antivirenprogramms VirusScan for Mactel angekündigt, mit der Intel-basierte Macs vor bösartiger Windows- und Mac-Software geschützt werden sollen. Ob das wohl Zufall ist?
100 Millionen chinesische Blogs
Nach einer Studie der chinesischen Qinghua University wird es im kommenden Jahr bereits 100 Millionen chinesische Weblogs geben. Gegenüber dem heutigen Stand würde das fast einer Verdreifachung der Blogosphäre Chinas entsprechen, denn laut einem Bericht der Suchmaschine baidu.com betreiben bereits jetzt rund 16 Millionen Chinesen insgesamt 36,82 Millionen Blogs. Einem Artikel auf "China View" zufolge erfreuen sich insbesondere Blogs Prominenter großer Beliebtheit. So soll sina.com , das Blog der chinesischen Aktrice und Regisseurin Xu Jinglei, innerhalb von 112 Tagen 10 Millionen Leser angezogen haben. Viel anderes bleibt den 110 Millionen Internet-Nutzern im Land der Mitte auch nicht übrig. Kritische Diskussionen über Themen wie freie Meinungsäußerung und Demokratie werden in China zensiert, wie David Temple anmerkt.
Fast 700 Millionen Erwachsene im Internet
Wie Reuters meldet, wagt sich das Unternehmen comScore Networks mit einem Bericht vor die Tür, wonach derzeit 694 Millionen Erwachsene das Internet nutzen. Dies entspräche 14 Prozent der über 15-jährigen weltweit. Um zu dieser Zahl zu kommen, befragte das Unternehmen nach eigenen Angaben zwei Millionen Internet-Anwender. Stimmen die Zahlen, wären die USA mit 152 Millionen Online-Nutzern die Nummer Eins unter den Internet-Nationen, derweil Deutschland mit 31.8 Millionen vernetzten Usern auf Platz Vier landet. Bei den am häufigsten genutzten Websites belegen Google und Yahoo mit 495,8 bzw. 480,2 Millionen Nutzern die Plätze Zwei und Drei. Die absolute Nummer Eins unter den am häufigsten besuchten Websites stellt jedoch Microsoft. Insgesamt 538,6 Millionen Besucher soll der Software-Riese im März auf seine Seiten gelockt haben.
Morgen Kinder 1
Dienstag ist Flicktag, zumindest bei Microsoft. Für morgen ist die Freigabe von drei Patches geplant, mit denen Sicherheitslücken in Windows und Exchange abgedichtet werden sollen. Alle drei Updates wurden als "kritisch" eingestuft, lösen also wirklich haarige Sicherheitsprobleme und sollten unbedingt installiert werden. Außerdem aktualisiert Microsoft das Malicious Software Removal Tool, mit dem eine Vielzahl von Schädlingsprogrammen vom System gefegt werden können. Laut "eWeek" werden durch die Patches möglicherweise auch ein paar Fehler in Internet Explorer behoben. Allerdings vergisst das Blatt auch nicht anzumerken, dass zwischen 2003 und 2005 nur 25 Prozent der gemeldeten Fehler in Microsofts Browser tatsächlich beseitigt wurden.
Morgen Kinder 2
Ganz sicher sind sich die Kristallkugelgucker von "Think Secret" , dass Apple morgen neue Economy-Laptops vorstellen wird. Nicht näher spezifizierte Quellen sollen als Termin den 9.5. bestätigt haben und von anderen, noch weniger spezifizierten Quellen bestätigt worden sein. Demnach werden die MacBook (ohne "Pro") genannten Notebooks etwas dünner als die aktuellen "iBook" genannten Modelle sein und wahlweise in iPod-Weiß oder iPod-Schwarz erhältlich sein. Man wird sehen oder eben nicht.
Podcast zum mitmachen
Podcasts, die man nicht nur anhören, sondern mitgestalten kann, will das US-Startup Waxxi.us etablieren. Wie "Techcrunch" meldet, müssen Interessenten sich auf der Waxxi-Homepage registrieren, um eine kostenlose Einwahlnummer und einen Teilnehmer-Code zu bekommen. So ausgerüstet können sie während der Start-Veranstaltung am 20. Mai direkt mit den Studiogästen Shel Israel and Robert Scoble, Autoren des Buches "Naked Conversations" in Kontakt treten und somit Teil des Podcasts werden. Könnte spannend werden.
Intel zählt wieder
Wenn im dritten Quartal dieses Jahres der betagte Pentium 4 und der noch taufrische Core Duo aufs Altenteil geschickt werden, sollen sie von einer einzigen Marke beerbt werden, dem Core 2, schreibt Associated Press. Je nach Zahl der Prozessorkerne wird dieser Titel um die Bezeichnungen "Solo" oder "Duo" ergänzt. Damit werden Intels Prozessoren für Desktop- und Notebook-PCs, die seit 2003 in "Pentium" und "Centrino"-Lager aufgespalten waren, wieder in eine Familie zusammengeführt.
Speziell für Highend-Gamer soll es zudem den Core 2 Extreme geben. Hauptgrund für die Vereinheitlichung dürfte die Integration Notebook-erprobter Stromspar-Technologien im Desktop-Bereich sein. In den vergangenen Jahren musste Intel viel Kritik für den hohen Energiebedarf und die damit verbundene hohe Abwärme seiner CPUs der Pentium 4-Baureihe einstecken. Mit dem Core 2 soll das nun vorbei sein. Trotz um 40 Prozent gesteigerter Leistung sollen die neuen Chips einen um 40 Prozent geringeren Strombedarf haben als ihre Vorgänger.
Bei den Typbezeichnungen verwendet Intel weiterhin ein System aus Buchstaben und Nummern, die Rückschlüsse auf Leistung und Energiebedarf der neuen Treibsätze zulassen sollen, meldet "CNet". So wird ein Dual Core Desktop-Prozessor mit einer Stromaufnahme zwischen 55 und 75 Watt beispielsweise als Core 2 Duo E6800 bezeichnet derweil eine Notebook-CPU mit 25 bis 55 Watt Energieaufnahme den Titel Core 2 Duo T5400 bekommen könnte. Logisch, oder etwa nicht?
Mit dem PC ins Bett
Wer es nun absolut nicht mehr ohne seinen Rechner aushält oder einfach eine sehr, sehr kleine Wohnung hat, kann PC-und Schlafstatt nun im "Computer Bed" vereinen. Tagsüber praktischer Schreibtisch soll daraus abends mit wenigen Handgriffen ein Ein-Personen-Bett werden. Viel Platz bietet das fast 2100 US-Dollar teure Geek-Gadget allerdings nicht. Bestenfalls Laptops oder Kleinstcomputer finden auf der Arbeitsfläche Platz, während die Matraze nur für schlanke Singles nutzbar ist.