Netzwelt-Ticker: Ein Laser, sie alle zu lesen - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Ein Laser, sie alle zu lesen

Ricoh hat die aktuelle eierlegende Wollmilchsau in der Player-Technik entwickelt: Ein Laufwerk, das sowohl CD und DVD, als auch als HD DVD und Blu-ray beherrscht. Außerdem im Überblick: Details zur PS3, Aus für Windows 98, 700-Megapixel-Fotos und mehr.
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Mehr Details zur PS3

Im Web ist ein sogenanntes Q & A-Dokument zur Playstation 3 aufgetaucht. Darin, so ist es im "Beyond2D Forum"  zu lesen, sind einige Informationen enthalten, die bisher noch nicht veröffentlicht wurden. Darunter auch der Hinweis, dass die Produktion der Mikrochips bereits angelaufen ist und die Konsolen selbst ab dem Sommer in Japan und China vom Band laufen sollen. Darunter etwa der Hinweis, dass die analoge Ausgabe von hochauflösenden Filmen bis 2011 unterstützt wird und dass man beim großen Modell nur einen HDMI-Port eingebaut hat, da die DLNA (Digital Living Network Alliance) derzeit an einer Methode arbeitet, mehrere hochauflösende Bildschirme anzusteuern, ohne dass man dazu HDMI-Ports bräuchte. Der Geräuschpegel der PS3 wird mit 29 db angegeben, was vergleichbar mit einer schlanken PS2 sein soll. Zudem wird immer wieder betont, dass es sich bei der PS3 um einen flexibel erweiterbaren Computer handelt. Dazu gehört, laut dem Dokument, dass beispielsweise handelsübliche WLAN-Adapter und Speicherlösungen per USB angestöpselt werden können.

Yahoo geht auf Reisen

Nach einer mehrmonatigen Beta-Phase hat Yahoos Reise-Website "Yahoo Travel"  am Sonntag den Regelbetrieb aufgenommen. Anders als andere Reiseportale verkauft der Online-Konzern dort jedoch nicht selber Pauschalreise und Flugtickets, schreibt das Magazin "Forbes" . Stattdessen integriert das Unternehmen Anzeigen anderer Reiseanbieter und lässt sich von denen nach dem Pay-per-Klick-Verfahren entlohnen. Um sich darüber hinaus von anderen Anbietern abzuheben, setzt Yahoo zudem auf ein Mittel, das derzeit hoch im Kurs steht: Inhalte, die von den Anwendern selbst erzeugt werden. Dazu gibt es auf Yahoo Travel den sogenannten Trip Planner, in dem Online-User ihre Reiseerlebnisse publizieren und auf einfache Weise persönliche Reisepläne und Online-Tagebücher erstellen können sollen. Im deutschen Yahoo-Reiseportal  fehlt eine solche Funktion derzeit noch.

Ein Laser, sie alle zu lesen

Könnte es sein, dass der japanische Elektronikhersteller Ricoh die Lösung für das Dilemma im Kampf zwischen der HD DVD und der Blu-ray Disc gefunden hat? Einem Bericht der "EE Times"  zufolge will der Konzern diese Woche auf der International Optoelectronics Exhibition '06 nahe Tokio ein Gerät vorstellen, dass den Bau von Multiformat-Playern ermöglicht. Das als "Diffraktionsplatte" bezeichnete optische Bauteil soll zwischen Laser und Linse angebracht werden und den Laserstrahl auf die für das jeweilige Medium typische Tiefe der Datenschicht fokussieren können. Ein Ricoh-Sprecher wird mit den Worten zitiert, dass es damit erstmals möglich sei, "Player und Rekorder zu bauen, die alle vier Formate abspielen," also CD, DVD, HD DVD und Blu-ray. Vorerst, so Ricoh, werde es die Technologie allerdings nur für Abspielgeräte geben. Um das Funktionsprinzip auch bei Rekordern anwenden zu können, müssen zunächst entsprechend leistungsfähige blaue Laser entwickelt werden.

Das Ende für Windows 98

Wer jetzt noch Probleme mit einem von Microsofts Betriebsystem-Oldies Windows 98, Windows 98 Second Edition und Windows Me hat, sollte sich mit seiner Support-Anfrage beeilen. Ab morgen ist es nämlich vorbei mit der aktiven Hilfestellung für diese Windows-Varianten. Wie Microsoft bereits im Januar ankündigte , wird von diesem Tag an die technische Unterstützung eingestellt. Neue Patches oder Sicherheits-Updates wird es ebenfalls nicht mehr geben. Bereits veröffentlichte Support-Dokumente bleiben aber weiter online abrufbar. Als Alternative zu den Windows-Veteranen empfiehlt der Hersteller selbst Windows XP. Doch Obacht: Auch für Windows XP mit Service Pack 1 steht noch in diesem Jahr das Support-Ende an.

Neues Thema für Windows Vista

Mit der Einführung von Windows Vista wird Microsoft PC-Anwender in zwei Klassen einteilen: solche mit schnellen PCs und tollen Grafikkarten und solche mit eher moderater PC-Ausstattung. Während die Erstgenannten die volle Bandbreite grafischer Gimmicks genießen können, die Vista bietet (und die man stets auf Screenshots zu sehen bekommt), werden die anderen mit einer weniger aufwendig gestalteten Oberfläche vorlieb nehmen müssen. Mit dem Look dieser Basis-Variante waren die Anwender allerdings kaum einverstanden. Es hagelte Beschwerden. Aber – und das ist das Gute – weil ja noch reichlich Zeit bis zu Vistas Marktstart ist, wurde das Standard-Thema jetzt verändert und optisch aufgewertet. Normale Beta-Tester werden davon allerdings nicht viel haben, denn, wie im offiziellen Entwickler-Blog  zu lesen ist, es steht noch kein Veröffentlichungstermin fest.

Speicher-Revolution

Dem Motorola Spin-off Freescale ist gelungen, was andere Chiphersteller, wie etwa IBM, bereits seit mehr als einem Jahrzehnt versuchen. Wie die Firma bekannt gab, ist sie in der Lage, einen neuen Speichertyp namens MRAM (Magnetoresistive Random Access Memory) an ihre Kunden auszuliefern. Wie Associated Press  schreibt, verbindet die neue Technologie die Eigenschaften herkömmlicher RAM-Bausteine mit denen von Flash-Speichern, behält die Daten also auch, wenn der Strom abgeschaltet wird, ist aber dennoch schnell genug für rechenintensive Anwendungen. Will Strauss, Analyst des Marktforschungsunternehmens Forward Concepts, bezeichnet Freescales Ankündigung als "wichtigste Speicher-Einführung dieses Jahrzehnts" und bezeichnet MRAM als "radikal neue Technologie". Bob Merritt von Semico Research glaubt, dass die neue Technologie vor allem in mobilen Geräten zur Anwendung kommen wird und sieht darin "einen wichtigen Schritt hin zu kleineren Formfaktoren". Vorerst werden MRAM-Chips aber vornehmlich in automobilen und industriellen Anwendungen genutzt werden. Bis die ersten PCs dank eines im MRAM gespeicherten Betriebssystems per Blitzstart eingeschaltet werden können, wird wohl noch einige Zeit vergehen.

Das 700-Megapixel-Foto

Sogenannte Gigapixel-Fotos sind In. Mit ungeheurem Aufwand verweben Fotografen Tausende von Digitalfotos zu gigantischen als "Zoomify" bezeichneten Panoramen. Eines der schönsten Beispiele dieser Kunst hat Scott Howard veröffentlicht. Seine Ansicht des nächtlichen Sydney  hat er aus insgesamt 14.729 Digitalbildern zusammengesetzt. Das Resultat ist eine 1,3 Gigabyte große Photoshop-Datei mit einer Auflösung von 40.000 x 18.000 Bildpunkten. Da solche Datenmengen selbst per DSL nicht handhabbar sind, wird stets nur der jeweils im Browserfenster angezeigte Ausschnitt geladen. Der Detailreichtum ist verblüffend. So kann man aus der Weitwinkel-Ansicht des Hafens soweit in das Bild hinein zoomen, dass einzelne Personen sichtbar werden. Etwas aufwendig, aber sicher ein nettes Hobby.

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