Netzwelt-Ticker "Erazer" killt Ihre Musik
Peinlich: Sony täuscht Blu-ray Vaio auf Veranstaltung vor
Sony hat es nicht leicht. Erst wird der Auftritt auf der Spielemesse E3 von vielen als Enttäuschung bezeichnet. Dann sorgt der hohe Preis der angekündigten PlayStation 3 für Kopfschütteln. Und das ganze Debakel um die Blu-ray-Technik lässt Lance Ulanoff vom PCMag.com ausrufen: Blu-ray ist verdammt .
Dabei nimmt Ulanoff Sony noch in Schutz. Die PS3, da ist er sich sicher, wird ein Hit. Blu-ray hingegen nicht.
Da ist es auch nur Wasser auf die Mühlen, dass ausgerechnet Ulanoff auf einer Präsentation des ersten Sony-Vaio-Notebooks mit Blu-ray-Drive neugierig den Laufwerksschacht öffnete. "Mal schauen, wie so eine Blu-ray-Disc aussieht," wird er sich gedacht haben. Neben dem Vorführgerät stand noch die "House of the Flying Daggers"-Schachtel der Blu-ray-Fassung, im Laufwerk aber befand sich eine schnöde DVD+R
Hohn und Spott gegen Sony verbreiten sich nun vom Gearlog-Weblog aus , das den Vorfall dokumentierte. Dabei ist Mogelei durchaus normal auf solchen Produktpräsentationen. Wenn nicht gerade Sony bereits auf der E3 damit in die Presse geraten wäre, dass gerade eine zur Demonstration für die PS3 aufgebohrte Version von Gran Turismo in Wirklichkeit auf einem PC lief
Trojaner gegen P2P
Ein neuer Trojaner verwirrt die Virenexperten. Trojan/Erazer-A versteckt sich im System, schaltet Sicherheitsmaßnahmen ab und löscht dann den Inhalt der Verzeichnisse, die Peer-to-Peer-Programme normalerweise verwenden, um Videos, Bilder, Songs und Software abzulegen. Die Virenexperten von Sophos sind ratlos ( Viren-Definition ).
Zum einen könnte der Trojaner Gutes im Schilde führen: nämlich eine wichtige Quelle von schädlicher Software lahmlegen (den Download-Ordner). Zum anderen schaltet er die Sicherheitssysteme des Computers aus und verhält sich also auch nicht besser als viele der anderen Malware-Eindringlinge. Eine weitere Möglichkeit ist jedoch, dass Erazer-A in seiner ersten Version für Vertrauen sorgen will, um dann in einer der nächsten Versionen richtig zuzuschlagen, wie "PCworld" spekuliert . Viel eher denkbar ist jedoch, dass einfach jemand User ärgern möchte, indem er die großen Archive unlizenzierter Musik und Filmkopien löscht. Warum auch immer
AOL bringt YouTube-Klon
Während Google sein Video-Angebot leichter zugänglich macht , gedeiht der YouTube-Klon von AOL, berichtet Techcrunch.com . Maximal fünf Minuten lang dürfen die Videos auf AOL UnCut sein. Ins Flash 8 Format konvertiert können sie wie beim Vorbild in andere Websites eingebunden werden. Nächste Woche geht der Videodienst online, dann kann auf bewährte Weise getauscht, bewertet und kommentiert werden.
Der einzige Unterschied: AOL UnCut unterstützt kein Tagging das Beschreiben des Videos mit bestimmten Stichwörtern zur leichteren Suche und weiteren Verknüpfung. Genau dieses Tagging aber, ursprünglich von Bilderdiensten eingeführt, ist ein Teil der Revolution, die mit YouTube begann. Ganze Videoalben von unzähligen Filmern aus aller Welt können so per Mausklick zusammengestellt werden. Tagging soll der erste Schritt zum semantischen Netz sein, das Bedeutungen verknüpft.
Apples neue Notebooks
Apple Computer hat am Dienstag neue Laptops vorgestellt , die auf dem Intel-Core-Duo-Chip basieren und bis zu fünf Mal schneller sein sollen als das letzte iBook. Die 13-inch Widescreen MacBooks wird es in schwarz und weiß geben, die Preisspanne reicht von 1079 Euro (1,83 GHz) bis 1479 Euro, wobei nur die teuersten Modelle in schwarz ausgeliefert werden. Die neuen MacBooks sollen das iBook und das 12-inch PowerBook ablösen. Das billigste Modell bringt keinen DVD-Rekorder mit, für 200 Euro mehr gibt es den als SuperDrive mit dazu. Noch einmal 200 Euro mehr, und statt einer 60 Gigabyte großen Festplatte gibt es 80 Gigabyte und schwarze Farbe. Dabei würde ein einfaches Festplatten-Upgrade des mittleren Modells gerade einmal 40 Euro kosten, die restlichen 160 Euro gehen also scheinbar in Farbe und Exklusivität
Darpa patentiert Menschenkanone
Manchmal fragt man sich ja schon, was in Menschen und Institutionen so vorgeht . Und manchmal will man es gar nicht wissen . Aber was um alles in der Welt hat die Forscher der amerikanischen Darpa geritten, als sie die Menschenkanone erfanden? Eigentlich soll die Darpa fürs amerikanische Verteidigungsministerium Hightech-Waffen und Verteidigungstechnik entwickeln. Und jetzt veröffentlicht The Register das: Wie aus der Patentschrift ersichtlich wird , soll eine Ladung (in der Zeichnung ein Mensch!) mit diesem Katapult zielgenau bis aufs Dach eines fünfstöckigen Gehäuses geschossen werden. Das dauere laut Patentschrift weniger als zwei Sekunden. Wie lange das dauert, was nach der Landung passiert , daran sollte man dann aber wohl gar nicht erst denken.