Netzwelt-Ticker Google reagiert auf Klickbetrug
CEO gegen die MPAA
Der Prozess kostet ihn wahrscheinlich mehr als 100.000 Dollar, aber Software-Entwickler Shawn Hogan scheint Blut geleckt zu haben: "Ich würde problemlos auch Millionen ausgeben!" Vergangenen November erreichte Hogan, Chef des Softwareunternehmens Digital Point Solutions, der Anruf eines Anwalts, berichtet Wired.com . Zu Hogans Überraschung klärte ihn der Vertreter von Universal Pictures und der Motion Picture Association of America darüber auf, dass er für das Herunterladen von "Meet the Fockers" über BitTorrent verklagt wurde. Hogan bestreitet den Download, ja, will die Focker-Kauf-DVD zu diesem Zeitpunkt bereits besessen haben. 2.500 Dollar bot ihm der Anwalt an, die Geschichte ruhen zu lassen. Hogan schlug aus, jetzt gehen beide Parteien vor Gericht. Ein Moment, auf den viele Internet-Aktivisten schon lange warten. Bisher wurde vor Gericht noch nicht darüber entschieden, wie legal die Zusammenarbeit der Internet-Serviceprovider bei der Herausgabe von Kundendaten und wie sicher die Zuordnung von IP-Adressen auf einzelne Personen in Zeiten von WLAN ist Sieht fast so aus, als ob die Filmfirmen diesmal den Falschen angeklagt haben.
Alte Sicherheitslöcher unter neuem Angriff
Zwei bereits geschlossene Sicherheitslücken in Windows XP stehen derzeit nach Informationen von CNET News.com unter Beschuss durch zwei verschiedenen Schadprogrammen. Das erste Problem im Windows Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) wurde bereits am 11. Juli von Microsoft repariert. Wer das entsprechende Microsoft-Update nicht heruntergeladen hat, könnte die Hoheit über seinen Rechner verlieren. Die Sicherheitslücke ermöglicht es Eindringlingen, die Kontrolle über alle Funktionen des Rechners zu übernehmen. Die zweite Lücke wird derzeit nur von einem Proof-of-Concept-Programmcode ausgenutzt, genausogut könnten übellaunige Internetschurken darüber aber auch eine Wurm-Attacke starten.
Google stoppt Geheimniskrämerei um Click-Fraud
Nachdem das Thema Click-Fraud (Klick-Betrug) bei Google immer kritischer betrachtet wurde, hat das Unternehmen nun beschlossen (ZDnet) , Anzeigenkunden detaillierter über gefälschte Klicks auf ihre Werbung zu informieren. Das AdWords-System von Google wurde von Webseitenbetreibern wie Konkurrenten der Anzeigen-Auftraggeber missbraucht, zwei millionenschwere Gerichtsverfahren drehen sich um Googles Verantwortung bei der Klick-Trickserei.
Webseitenbetreiber verdienten sich oft ein wenig Geld nebenher, indem sie auf Werbeanzeigen klickten, die auf ihren Seiten geschaltet wurden natürlich zu Lasten der Werbung schaltenden Firmen. Unternehmen hingegen konnten durch wildes Klicken auf Konkurrenz-Anzeigen deren Werbeausgaben in die Höhe schießen lassen. Zusätzlich verzerrten versehentliche Doppelklicks die Statistiken. Google versucht bereits, diese drei Fehlklick-Quellen zu erkennen und aus der Statistik herauszulassen. Wie gut das funktioniert, will der Suchmaschinenbetreiber jedoch nicht mit Zahlen belegen. Individuelle Statistiken für einzelne Werbeschalter sollen nun ausreichen.
Ende der Knechtschaft Monitor endlich frei
Samsung hat zwei neue Monitore vorgestellt, die Bilder, Filme und andere Dokumente ohne einen angeschlossenen Computer darstellen können. Damit eignen sie sich besonders, um an Wänden oder in Ausstellungsräumen platziert zu werden. Der 46 Zoll Syncmaster 460pxn und der 40 Zoll Syncmaster 400pxn, beides LCD-Bildschirme, beinhalten eine spezielle Windows-XP-Version, mit der sie JPGs, PDFs und Videodateien abspielen und anzeigen können.
Über die MagicNet-Technik können bis zu vier solcher Monitore vernetzt werden und das gleiche oder verschiedene Bilder gleichzeitig anzeigen. Über einen Computer und Ethernet können neue Dateien und Playlists an einen oder mehrere Monitore gesendet werden.
Beide Displays haben eine 8-ms-Reaktionszeit, eine Auflösung von 1366 mal 768 Pixel, als Video-Eingänge stehen HDMI, RGB (Analog und Digital), S-Video und Component zur Verfügung.
Noch hat Samsung laut TGDaily.com die Preise für die Monitore nicht bekanntgegeben, die Vorgängermodelle kosteten jedoch stolze 6750 bis 8950 Dollar.
Hat Ihr PC einen guten Ruf? E-Mails bekommen Spam-Rating
Fast alle Computer, die mit dem Internet verbunden sind, werden von Spammern kontrolliert sagen zumindest ein paar Firmen, die damit Geld verdienen, die Reputation von E-Mails zu verfolgen. Weniger als ein Prozent der Systeme, die E-Mails versenden, verdienen ein Ansehen als ordentliche Bürger im Staate Internet, meint Return Path, eine Firma, die 20 Millionen IP-Adressen sammelte, von denen E-Mails versandt wurden. "Der Großteil der E-Mails da draußen ist Spam, der von infizierten Rechnern versendet wird," so ein Return-Path-Mitarbeiter gegenüber CNET News.com , die auch meinen, dass die Zukunft der Spam-Kontrolle auf einem Leumund-Check beruhen wird. Nur wer einen guten Ruf bei den Mail-Sammlern hat, wird durch den Filter gelassen. Den Ruf bestimmt eine Berechnung aus Klagen über den Mailversender, die Anzahl der von einer Adresse versendeten Mails und die Reaktionen auf Unsubscribe-Anfragen um sich aus Werbemails oder Newslettern auszutragen.
Google sucht Stau
Google bietet einer Reuters-Meldung zufolge Handybesitzern nun in über 30 US-Staaten Verkehrsdaten in Echtzeit an. Das in Mountain View, Kalifornien ansässige Unternehmen gab an, dass der "Google Maps for Mobile" -Service nun über die Funktion "Show Traffic" die lokale Verkehrssituation anzeigen kann. Rot steht dabei für verstopft, gelb oder orange für langsamen Verkehr und grün für freie Fahrt.
Mit dem neuen Angebot schlägt Google dem Rivalen Yahoo ein Schnippchen, der Verkehrsdaten bislang nicht für Mobil-Telefone, sondern nur für Computer anbietet. Ob auch andere Länder und Städte vom kostenlosen Service profitieren werden, hat Google nicht bekanntgegeben.
Sie hören jetzt: "Enlarge your P3n1s"
Bislang konnten Autofahrer nur fünf Sachen gleichzeitig machen: Rauchen (linke Hand), abwechselnd Schalten oder die Radiostation wechseln (rechte Hand), Telefonieren (linke Schulter/linkes Ohr), Kaffeetrinken (zwischen den Beinen, langer Strohhalm) und Lenken (linkes Knie). Was auffällt: E-Mail-Checken ist nicht dabei! Das fehlt, muss sich da Intelligent Mechatronic Systems (IMS) gedacht und flux den iLane entwickelt haben. Das Gerät ist so groß wie ein PDA, nutzt Bluetooth, liest dem Fahrer eintreffende E-Mails vor und lässt sich über Sprachkommandos fernsteuern: Weiterleiten, Antworten, Absagen.
Auch Telefonanrufe und SMS soll das System verwalten können alles, um die Sicherheit beim Autofahren zu verbessern. Schon klar Wenn man sich erstmal durch dreißig Spam-Nachrichten, zwei Kettenbriefe und vier Mails vom Boss gehangelt hat, fährt es sich ganz ausgezeichnet. Aber Ben Miners, Produktmanager bei IMS teilte mit Newsfactor eine großartige Erklärung: "Wir können die Tatsache ignorieren, dass Leute beim Autofahren E-Mails schreiben - oder eine sichere Alternative bieten".
Ja, er hat tatsächlich "E-Mails schreiben beim Autofahren" gesagt