Netzwelt-Ticker Gruschelpause für Studis
Patentstreit Microsoft/Belkin beigelegt
Seit Microsoft Anfang August Klage einreichte, schwelte der Patentrechtstreit mit dem Computerzubehörhersteller Belkin. Das Unternehmen fertigt unter anderem Tastaturen und Mäuse und hatte dabei ohne Erlaubnis Microsofts U2-Technologie verwendet. Mit U2-Technik ausgestattete Geräte können automatisch erkennen, ob sie mit einem PS/2- oder USB-Anschluss verbunden sind. Dieses Prinzip wird von Microsoft seit Jahren in Lizenz vergeben, nur mit Belkin war man bisher zu keiner Einigung gekommen. Das hat sich nun geändert, jetzt zahlt auch Belkin Lizenzgebühren für die Nutzung der Technologie nach Redmond, wie winfuture meldet.
Gruscheln erst wieder ab Dienstag
Das Studentennetzwerk StudiVZ kommt nicht zur Ruhe: Nach zahlreichen Berichten über Belästigungen, diverse Sicherheitslücken und Angiffe gegen die offensichtlich nur unzureichend gesicherte Plattform wurde das Portal voraussichtlich noch bis Dienstag deaktiviert. Die Zeit soll genutzt werden, um zumindest die gravierendsten Lücken zu schließen. Die Techniker scheinen dabei ihrer eigenen Übersicht nur bedingt zu trauen: Die StudiVZ-Nutzer wurden eingeladen, auf eigene Faust auf Lückensuche zu gehen und entdeckte Lecks für eine Belohnung von 256 Euro ans Technikteam zu melden. Nachdem die StudiVZ-Macher darauf hingewiesen worden waren, dass sie mit ihrer Einladung offiziell zum Hacken von vertraulichen Nutzerdaten auffordern, wurde eilends eine Testplattform aufgesetzt . Die steht nun, mit fiktiven Datendummys gefüllt, den Lückensuchern zum sicherheitsrelevanten Elchtest zur Verfügung.
Testversion von Office 2007 ist da
Im vergangenen Monat erst ist Microsofts neue Büro-Software Office 2007 fertig geworden, die Auslieferung verschiedener Testversionen hatte man für Dezember 2006 festgesetzt. Jetzt ist es soweit, Microsoft lädt seine User wieder zur kostenlosen Mithilfe ein, Kinderkrankheiten an Produktneuheiten auszusondern.
Auf der Seite trymicrosoftoffice.com werden gleich zehn verschiedene Varianten des Paketes zum Download abgeboten. Hier kann man sich zwischen Suiten oder Desktop Programmen des Office Systems entscheiden, die vom Office Professional bis zum Office Home and Student 2007 reichen. Bevor sich der Anwender die Testversionen übrigens gratis herunterladen kann, muss er sich zunächst über ein Anmeldefenster eine Windows Life ID abholen und danach einen etwas umständlichen Abmeldeprozess durchlaufen, bei dem eine Reihe sehr detaillierter Informationen abgefragt werden. Erst danach erhält man den Produktschlüssel, der das Testprogramm für 60 Tage freischaltet. Wie üblich, kommen die neuen Versionen deutlich aufgeblähter daher als ihre Vorgänger. DSL sollte man also haben, das Office Professional ist immerhin beinah 670 MB groß.
Chips: AMD macht Winterschlussverkauf
Der Chip-Hersteller AMD hat eine neue Runde im Preiskampf mit Intel eröffnet. Wie der Inquirer berichtet , gibt AMD sofortige Nachlässe auf eine ganze Reihe von Prozessoren. Die Preissenkungen bewegen sich zwischen 10 und 20 US-Dollar je Prozessor. Dabei sind von den Vergünstigungen auch X2-Prozessoren betroffen. Dem Vernehmen nach hat das Unternehmen die Preisaktion Wochen früher als ursprünglich geplant begonnen. Da aber der Hauptkonkurrent Intel mit unverminderter Geschwindigkeit an Produkteinführungen festhält und AMD darüber hinaus von Lieferengpässen geplagt zu werden scheint, sahen die Vertriebsleute keinen anderen Ausweg. Intel hingegen wird bis auf weiteres seine Preise stabil halten. Allerdings darf im kommenden Sommer mit der nächsten Runde im Preisrennen gerechnet werden: Mit der Einführung einer neuen Chip-Generation Mitte 2007 liegt AMD eigenen Angaben zufolge voll im Zeitplan.
Handy-Mikrofone vom FBI aus der Distanz aktiviert
Auf der Jagd nach Mafiagrößen hat das FBI Handys der Ganoven auf ungewöhnliche Weise zum Abhören genutzt. Im Zuge der Ermittlungen wurden über die in den Telefonen vorhandenen Mikrofone die Unterhaltungen eines der Hauptverdächtigen mit seinem Anwalt belauscht, wie cnet meldete. Die von einem Bezirksrichter abgesegnete Aktion stützte sich dabei auf die Eigenschaft mancher Handys, dass Abhörmaßnahmen auch bei abgeschalteten Geräten möglich sind, die Geräte quasi wie portable Wanzen funktionieren. Die meisten Funktelefone wechseln beim Ausschalten in der Regel nur in einen Stand-by-Modus und können nach wie vor aus der Entfernung ohne direkte physische Beeinflussung wieder aktiviert werden.
Ask.com startet lokale Suche
Die amerikanische Suchmaschine Ask.com startet laut der New York Times einen neuen Versuch, endlich aus dem Schatten des übermächtigen Konkurrenten Google herauszutreten. Mit dem heutigen Montag geht die lokale Suche "Ask City" online. Die Muttergesellschaft InterActiveCorp kombiniert damit mehrere verschiedene Angebote. Ask City vereint die bisherige Websuche unter anderem mit dem Stadtplandienst "CitySearch" und dem Ticketservice "Ticketmaster". Der Kombidienst soll die Suche nach Restaurants, aktuellen Kinoprogrammen und in regionalen Veranstaltungskalendern ermöglichen wie auch die Online-Reservierung von Kinokarten oder eines Tisches im Restaurant.
Man darf gespannt sein, ob es dem im letzten Jahr für 1,8 Milliarden US-Dollar von InterActiveCorp gekauften Suchdienst nun gelingt, seinen Marktanteil über die bisherigen sechs Prozent zu heben.