Netzwelt-Ticker IPod-Nutzer sind nicht treu
100 Millionen Websites
Das Internet ist 100-facher Website-Millionär geworden. Herzlichen Glückwunsch! Zahlen der Internet-Statistiker von Netcraft zufolge bevölkerten bis Anfang November insgesamt 101.435.253 Websites die Server des World Wide Web. Keine schlechte Steigerungsrate, wenn man bedenkt, dass bei Netcrafts erster Erhebung dieser Art, im August 1995, gerade mal 18.957 Websites geortet werden konnten. Allein 27,4 Millionen sind in diesem Jahr bereits hinzugekommen. Die meisten davon gehen auf die Konten kostenloser Blog-Dienste sowie von Billiganbietern wie 1&1 Internet. Ausgehend vom ungehemmt exponentiellen Wachstum und der Tatsache, dass sich die Zahl der Websites von 2004 bis heute verdoppelt hat, muss man wohl davon ausgehen, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis die 200 Millionen-Grenze geknackt wird.
Würden iPod-Anwender Zune kaufen?
Einer Studie der US-Marktforschungsfirma ABI Research zufolge lautet die Antwort bei jedem zweiten iPod-Besitzer "Ja". Gefragt wurden 1725 US-Bürger, ob sie planen binnen der kommenden 12 Monate einen MP3-Player zu kaufen. Von jenen, die dies bejahten und gleichzeitig angaben, bereits einen iPod zu besitzen, gaben 58 Prozent an, Microsofts Zune-Player in die engere Wahl zu ziehen. Lediglich 15 Prozent schlossen dies kategorisch aus. ABI-Chef-Analyst Steve Wilson schließt daraus, dass es iPod-Anwender noch lange nicht so loyal zu Apple stehen wie Macintosh-Anwender, die der Firma seit Jahren die Stange halten. Dennoch sieht er für Microsofts Audio-Player keinen leichten Start voraus. Wichtig sei es vor allem, dass sich das Gerät von Konkurrenzprodukten klar abhebe. Eine Möglichkeit dazu sieht Wilson in den integrierten Wi-Fi-Fähigkeiten des Zune, die Microsoft nach seiner Meinung bisher nur ungenügend nutzt. Um die Vormachtstellung des iPod beibehalten zu können, so Wilson, müsse Apple im kommenden Jahr "ein neues Highend-Gerät, das richtig gut funktioniert und klasse aussieht", vorstellen. Wie so etwas aussehen könnte, glaubt "Red Herring" schon zu wissen und orakelt für Januar die Vorstellung des seit Jahren in den Gerüchteküchen köchelnden iPod-Handys.
YouTube will aufs Handy
Wie der YouTube-Chef Chad Hurley auf dem OgilvyOne Digital Summit in New York verkündete, plant sein Online-Videodienst binnen eines Jahres auch auf Mobiltelefonen präsent zu sein . Der Upload per Handy funktioniert bereits jetzt und wird von vielen Anwendern auch weidlich genutzt. Könnte das die Killer-Applikation für 3G-Handy-Netze werden, nach der die Netzbetreiber so lange gesucht haben?
Alzheimer per Internet-Game besiegen
Im Kampf gegen die Demenz-Krankheit Alzheimer könnte Forschern der Universitäten von Pittsburgh und Barcelona ein Schritt nach vorn gelungen sein. Sie ergänzten eine aus Medikamenten und verschiedenen physischen Anwendungen bestehende Kombinationstherapie um regelmäßige Sitzungen mit Internet-Spielen . Nach sechsmonatiger Laufzeit verfügten die derart behandelten Patienten über deutlich verbesserte mentale und kognitive Fähigkeiten. Eine Vergleichsgruppe, welche dieselbe Therapie ohne Internet-Spiele durchführte, zeigte anfänglich ebenfalls Fortschritte, verlor die erworbenen Fähigkeiten aber zum Ende der sechsmonatigen Behandlungsdauer wieder. Oscar Lopez von der University of Pittsburgh School of Medicine sieht die Ergebnisse der Studie verhalten optimistisch, ist jedoch begeistert von der Möglichkeit, auf diese Weise bestimmte Therapieformen via Internet jedermann zugänglich zu machen.
Bombe bei PayPal
Vor dem Bürogebäude des eBay-Ablegers PayPal ist in der Halloween-Nacht eine Bombe gezündet worden, berichtet "The Register" . Die Explosion war stark genug, um ein Fenster zu zerstören und dessen Aluminiumrahmen zu verbiegen. Verletzte gab es offenbar nicht. Über die Beweggründe für den Anschlag ist bisher nichts bekannt. Die Polizei von San José hat Ermittlungen aufgenommen.
Gemeinsam gegen Spam
Im Kampf gegen Spam-Mails haben es Anwender und Behörden nicht leicht. Die Anwender, weil es immer schwieriger wird, die nervenden Massen-Mails auszusortieren, die Behörden, weil Spam-Versender international operieren und auch gerne mal ihren Standort wechseln, wenn sie merken, dass man ihnen auf die Pelle rückt. Aber das soll sich bald ändern. Wie die "Macworld" meldet, ging am die Dienstag die Website der StopSpamAlliance online. Dieser Zusammenschluss diverser internationaler Organisationen (darunter APEC, EU und OECD) will die weltweite Zusammenarbeit im Kampf gegen Spam unter anderem dadurch verbessern, dass sie hilft, die Bemühungen der Strafverfolgungsbehörden auf multinationaler Ebene zu koordinieren. Darüber hinaus sollen auf der Website auch nützliche Informationen für Endanwender und Firmen zu finden sein.
Kostenloses Update für Norton-Nutzer
Anwender, die ein Abonnement von Norton Internet Security 2006 oder Norton AntiVirus 2006 besitzen, können sich beim Hersteller Symantec ein kostenloses Update auf die jeweiligen 2007er-Versionen herunterladen. Laut Hersteller verfügt die AntiVirus 2007 über eine verbesserte Erkennung und Entfernung von Rootkits und Spyware. Zudem soll sie auch unbekannte Viren- und Wurmvarianten erkennen können. Norton Internet Security hingegen soll automatisch betrügerische Internetseiten (Phishingseiten) erkennen und den Anwender vor deren Nutzung warnen.
Malst Du noch oder wohnst Du schon?
Ich will ja nichts gegen schwedische Möbelhäuser sagen. Aber individuelles Möbel-Design sieht anders aus. Einen ausgesprochen kunstvollen und vor Hightech nur so strotzenden Vorschlag zum Thema haben nun die vier Mitglieder der schwedischen Designertruppe "Front" vorgebracht. Sie kombinieren Motion Capturing und Rapid Prototyping. Wie das aussieht zeigt ein Film auf ihrer Website . Darin ist zu sehen, wie zwei Damen, beobachtet von mehreren PC-Kameras, Möbel quasi in den freien Raum zeichnen. Eine Spezial-Software wertet die von den Kameras aufgezeichneten Daten aus und erstellt daraus 3D-Modelle. Diese werden dann als Konstruktionsplan an eine Rapid Prototyping Maschine weitergeleitet, welche daraus echte Möbel herstellt. Hört sich ein wenig wie Science Fiction an, funktioniert aber schon heute. Nur nicht zu Ikea-Preisen.