Netzwelt-Ticker: iPod-Roboter bei Fuß - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker iPod-Roboter bei Fuß

Für Skype gibt es neue Festnetztelefone, Panasonic hat den allergrößten Fernseher, ein iPod-Roboter rollt musikalisch hinter dem Herrchen her, Samsung führt das 4G-Mobilnetz der Zukunft vor. Das und mehr im Überblick.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Skypen ohne PC

Im Rahmen einer Pressekonferenz auf der IFA in Berlin hat Philips-Chef Rudy Provoost bekanntgegeben, der niederländische Elektronik-Konzern werde noch vor Jahresende ein schnurloses Telefon auf den Markt bringen, mit dem man sowohl über das normale Telefonnetz als auch via Skype telefonieren kann, berichtet "eWeek" . Eigentlich nichts besonderes, hätte Provoost nicht damit angegeben, das als VOIP841 betitelte Gerät sei das erste DECT-Telefon, mit dem man "skypen" kann, ohne dafür einen PC starten zu müssen. Normalerweise ist für solche Telefonapparate die Kopplung mit einem Computer nötig, um die billigen Internettelefonie-Dienste von Skype nutzen können. Mit den VOIP841 hingegen darf der PC abgeschaltet bleiben. Ob Philips damit aber wirklich der Erste sein wird ist noch nicht entschieden, weiß "Infoworld" . Schließlich habe Skype selbst gestern verkündet, dass auch die Netzwerkfirma Netgear bereits ein ganz ähnliches Home-Handy im Köcher hat. Darüber, wann dieses Modell in die Läden kommen soll, war allerdings noch nichts in Erfahrung zu bringen.

Samsung demonstriert 4G-Mobiltechnologie

Im südkoreanischen Jeju zeigte Samsung erstmals seine Vorstellung einer künftigen Datenübertragungstechnologie der vierten Generation. Laut Associated Press  konnten Teilnehmer des "Samsung 4G-Forum" sich in einem fahrenden Minibus von den Möglichkeiten der neuen Technologie überzeugen. Der dabei vorgestellte Prototyp soll Datenübertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde erreichen, was einem 100BASE-T-Ethernet entspricht, mit dem heutzutage die meisten Büros verkabelt sein dürften. Selbst hochauflösende Filme sind bei solchem Tempo drahtlos empfangbar. Dem Bericht zufolge soll eine derartige Verbindung bis zu einer Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern stabil funktionieren.

Noch allerdings ist all das Zukunftmusik. Nicht nur, weil der Empfänger, den Samsung bei der Demonstration verwendet, etwa so groß ist wie ein Kühlschrank, sondern weil es derzeit noch an verbindlichen 4G-Standards und passenden Funkfrequenzen mangelt. Frühestens 2010, so heißt es in dem Artikel, dürfte es soweit sein, dass die ersten 4G-Netze live geschaltet werden.

Schwarzenegger macht WLANs sicher

Das Heil kalifornischer Drahtlos-Netzwerker liegt in der Hand der Gouvernators. Auf seinem Schreibtisch liegt derzeit ein Gesetz zur Unterschrift bereit, welches Hersteller von WLAN-Produkten dazu verpflichtet, ihre Geräte mit einem auffälligen orangefarbenen Aufkleber zu versehen . Dieser soll die Kalifornier über die Gefahren ungesicherter WLANs aufklären und sie dazu auffordern, die beim Kauf meist deaktivierten Sicherheitsfunktionen einzuschalten. Datendieben und Internet-Trittbrettfahrern soll so das Terrain madig gemacht werden. Ausgenommen von der Beklebungs-Aktion sind lediglich Verkäufe an Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern. Deren IT-Administratoren sollten wohl selbst wissen, dass man Dinge wie WEP und WPA einschalten sollte, bevor man den Inhalt der Firmenserver per Funk in die Welt hinausstrahlt. Und wenn sie es nicht wissen, lohnt sich wenigstens der Fischzug für die Hacker.

Jetzt hat Panasonic den Größten

Wahnsinnige 103 Zoll, umgerechnet sind das 262 Zentimeter. So riesig ist die Bilddiagonale des, laut dem Hersteller Panasonic, größten Fernsehers der Welt. Und außerdem 12,7 Zentimeter tief, aber das kann man wohl vernachlässigen. Den Preis für den TV-Giganten gibt Reuters  mit nicht eben günstigen 80.000 US-Dollar an. Geradezu bescheiden mutet dagegen der fast zeitgleich von Philips präsentierte  100-Zoll-Flachbild-Fernseher an. Der ist aber ohnehin noch ein Prototyp und daher noch nicht mit einem Preisschild versehen. Wenn er einem gefällt, kann man also jetzt noch rechtzeitig anfangen das Wohnzimmer passend umzugestalten oder - besser noch - gleich ein passendes Haus darum herumzubauen.

iPod bei Fuß

Wer seine digitale Musiksammlung im ganzen Haus genießen wollte musste bisher Strippen ziehen oder drahtlose Netzwerke samt Infrastruktur aufbauen. Das ist nun vorbei. Wie "iPodNN" schreibt , hat die japanische Firma ZMP gemeinsam mit Kenwood eine viel einfachere Lösung gefunden: den iPod-Roboter Miuro. Der hat nicht nur ein iPod-Dock und eine paar kräftige Kenwood-Lautsprecher, sondern vor allem zwei dicke Räder, mit denen er seinem Besitzer durch das gesamte Anwesen folgen kann - Treppen vermutlich ausgenommen. So ganz auf Computer-Kram verzichten wollten die Ingenieure dann aber wohl doch nicht und statteten ihn mit einem WLAN-Empfänger aus. So kann er auch drahtlos mit Musik versorgt werden. Vielleicht sendet ja gerade der Nachbar seine Lieblingssongs ungesichert durchs WLAN. Ein wenig Geduld muss man als potentieller Miuro-Käufer aber noch aufbringen. Erst kommendes Jahr soll der Musik-Roboter auf den Markt kommen. Dann aber auch gleich weltweit. Der angepeilte Preis von 1000 US-Dollar dürfte allerdings dafür sorgen, dass man dann auch ohne jetzt schon vorzubestellen, einen Miuro kaufen kann.

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