Netzwelt-Ticker Je mehr Kerne, desto besser
Kern-Spaltung
Intel will wieder die Performance-Führung bei den Chips übernehmen. Core lautet der Name der Technologie, mit der das gelingen soll. Mehr Leistung pro Watt lautete die Devise bei deren Entwicklung. So soll der für die zweite Jahreshälfte geplante Desktop-Prozessor "Conroe" 40 Prozent mehr Leistung bei 40 Prozent geringerem Stromverbrauch erbringen, berichtet AP .
Das Resultat wären schnellere, leisere PCs. Natürlich wird Conroe über zwei Prozessorkerne verfügen, wie es mittlerweile üblich ist. Für Anfang 2007 dann stellt Intel aber bereits die nächste Leistungsstufe in Aussicht. Dann nämlich sollen "Clovertown" und "Kentsfield" auf den Markt kommen. Diese für Desktop-PCs und Server ausgelegten Chips werden über vier Kerne verfügen. Prototypen solcher Rechner wurden auf dem IDF bereits gezeigt. Vorerst blieben solchen Maschinen jedoch Nischenanwendungen vorbehalten, gibt Roger Kay, Präsident von Endpoint Technologies Associates allerdings zu bedenken. Schließlich sei die meiste Software derzeit noch darauf ausgelegt, nur einen Prozessorkern zu nutzen. Zumindest Doppelkern-Systeme hätten aber jetzt schon eine Berechtigung, da sie bereits jetzt durch parallel zum Hauptprogramm laufende Hintergrund-Anwendungen gut ausgelastet werden können.
Origami, Origami, Origami...
Wann hört das endlich auf? Na ja, wahrscheinlich morgen, wenn Microsoft-Gründer Bill Gates auf der Cebit offiziell den Schleier um das super geheime Origami-Projekt lüftet. Im Prinzip ist das allerdings bereits von Intel erledigt worden, die auf ihrer Entwicklerkonferenz IDF bereits funktionierende Prototypen zeigten. "Ultra Mobile PC" oder kurz UMPC heißt das schlanke Gerät dort. Die Kollegen von "News.com" durften es sich schon mal ansehen und haben ein kleines Video mitgebracht. Da dürfte es morgen kaum noch Überraschungen geben.
HD DVD-Notebook im April
Toshiba plant, bereits im April ein Notebook mit HD DVD-Laufwerk auf den Markt zu bringen, berichtet "Infoworld" . Mit dem Gerät soll es möglich sein, hochauflösende Filme entweder direkt auf dem Notebook-Display oder via HDMI-Port auf einem externen Bildschirm zu betrachten. Der als Qosmio Q30 bezeichnete Mobilrechner soll in verschiedenen Konfigurationen zu Preisen zwischen 2500 und 3500 Euro angeboten werden und wird auf der Cebit zu sehen sein, meldet Reuters . Mit der Ankündigung setzt Toshiba das konkurrierende Blu-ray-Lager unter Druck, das bisher noch keine vergleichbaren Computersysteme vorgestellt hat.
Musiktausch auf die harte Tour
Ex-Yahoo-Produkt-Manager Geoff Ralston und seine Partner haben dem Tauschbörsen-Thema eine neue Variante hinzugefügt. Ihre Idee: Statt Musik digital und via Internet zu tauschen sollen die Benutzer ihre Original-CDs hin- und herschicken. Dazu stellt ihr "lala" genannter Service frankierte Briefumschläge bereit. Für den Versender ist der Service kostenlos, der Empfänger zahlt 1,49 US-Dollar pro Briefchen, von denen 20 US-Cent an die Plattenindustrie gehen. Logisch, dass man nach dem verschicken einer CD sämtliche Kopien vernichten muss. Auch die auf dem MP3-Player. Aber das ist ja klar und das wird auch jeder so tun. Oder etwa nicht?
Chinas Hacker expandieren
China boomt. In jeder Hinsicht. So auch bei Cyber-Attacken. So berichtet "ZDNet Asia" , der Antiviren-Software-Hersteller Symantec habe herausgefunden, dass die Zahl der Angriffe aus China in der zweiten Jahreshälfte 2005 um 153 Prozent gegenüber der ersten Jahreshälfte zugenommen hat. Damit wären chinesischer Hacker mittlerweile für acht Prozent sämtlicher Angriffe auf Computersysteme weltweit verantwortlich. Als einen der Gründe für diesen Anstiegt nennt Symantec-Sprecher Ooi Szu Khiam eine wachsende Zahl gekaperter PCs, so genannter Bots.
Sicherheits-Dienst löscht Notebook-Daten
Da hat die US-Firma Everdream Corp. eine großartige Idee gehabt. Sie will demnächst eine Software anbieten, die vertrauliche Daten von gestohlenen Notebooks löscht . Das Löschsignal selbst soll via Internet übertragen werden, sobald das Diebesgut mit dem Netz verbunden wird. Also, liebe Datendiebe: Zukünftig bitte erst die Daten sichern und dann im Web surfen. Und wer sein Laptop vor Diebstahl schützen will, sollte vielleicht lieber die Filesafer PC-Card ausprobieren. Die macht einen Höllenlärm, sobald ein böser Mensch, den wertvollen Rechner vom Tisch nimmt. Zubehör-Spezialist Kensington hatte so etwas auch schon mal im Programm, hat es aber wieder aus dem Angebot genommen.
Schau Dich schlau
Von wegen Fernsehen verdummt. Ganz sicher nicht das TV-Programm von BBC 1. Dort wird nächsten Samstag zur besten Sendezeit die Show "Get Smarter in a Week" gezeigt. Deren Lernziel: Schlauer werden in sieben Tagen. Der "Guardian" durfte sich schon vorher schlau-schauen und weiß was zu tun ist: Einen Countdown ansehen, Sudoku spielen, mit geschlossenen Augen duschen und Telefonnummern auswendig lernen. Wer eine Woche lang solche Übungen durchhält, soll seine geistige Kapazität um 40 Prozent steigern können - versprechen zumindest die Herren von der BBC.
Sechs Sekunden
Diese Zeit soll ausreichen, um sich mit Mitsubishis Jet Towel die Hände zu trocknen. In Japan gibt's den Turbo-Trockner schon lange und nun soll er auch in den USA vertrieben werden. Kann dann bitte mal jemand dafür sorgen, dass die Dinger auch auf Autobahn-Raststätten installiert werden?
Halt die Zeit an
Das kann ja gar nicht so schwer sein, wenn es schon im Internet steht. Die illustre Website Grasshopper Enterprises zeigt, wie man die Zeit mit seiner Willenskraft zum Stillstand zwingt. Ach, wenn nur alles im Leben so einfach wäre wie Zeitreisen.