Netzwelt-Ticker: Kein Genmais bei Google - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Kein Genmais bei Google

Intel stellt den Core 2 Duo vor, zwei Hackerinnen werden verurteilt, Apples iPods halten vier Jahre und heute ist Sysadmin-Tag - das und mehr im Überblick.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Intel stellt Core 2 Duo vor

Das passiert nicht oft, dass sich Hardware-Berichterstatter erst eine ganze Seite lang über das etwas verplante Vorgehen von Chip-Produzenten amüsieren können, bevor sie dann zur eigentlich recht trivialen News zurückkehren müssen. TGDaily schreibt : Intel hat heute seinen Core 2 Duo Prozessor offiziell vorgestellt. Neben dem Conroe-Chip für Desktops wurde auch der Merom für Mobile-Anwendungen präsentiert. Diese gleichzeitige Vorstellung kam für System-Builder überraschend – selbst bei Intel scheinen viele rechte Hände recht wenig über ziemlich viele linke Hände gewusst zu haben.

Intel verspricht sich sehr viel von der neuen Core 2 Duo-Familie, vor allem soll der Chip den technischen Vorsprung von AMD im Desktop-Bereich wettmachen. Fünf neue Chips für Desktop-Systeme, die früher unter dem Namen Conroe liefen, werden nun offiziell Core 2 Duo E-Series genannt. Die fünf Merom-Chips heißen nun T-Series. Die Leistungsaufnahme der E-Reihe soll bei 50 Watt aufwärts liegen, die der T-Reihe zwischen 25 und 49 Watt.

Obgleich die Desktop-Duos nun für den Endkunden erwerbbar werden, dürfte die Auslieferung der Mobile-Version noch bis September auf sich warten lassen, wie zum Beispiel bei Heise  vermutet wird.

Zwei Mädchen hacken Rechner ihres Profs - Knast droht

Zwei jungen Studentinnen droht eine einjährige Haftstrafe, nachdem aufflog, dass sie sich in den Rechner eines ihrer Professoren einhackten und persönliche Daten von ihm dazu missbrauchten, auf seinen Namen Pizza zu ordern, Magazine zu abonnieren und CD-Rohlinge zu bestellen – und all das auch an seine Adresse ausliefern zu lassen.

Die Verhandlung um die 19 und 20 Jahre alten Studentinnen der California State University in Northridge beginnt einem Bericht von AP zufolge  am 21. August. Überführt wurden die beiden wohl aufgrund einer E-Mail-Adresse, an die die Mädchen E-Mails des Professors weiterleiteten.

Französisches Gericht zensiert Genmais-Karte von Greenpeace

Ein französisches Gericht hat Greenpeace Frankreich gezwungen, eine Website aus dem Netz zu nehmen, die eine Google Map zeigte, die auf kommerzielle Anbauflächen für genmanipulierten Mais in Frankreich hinweist. Wie die Umweltschutz-Organisation in einer eigenen Meldung verlautbarte , habe man die Order befolgt und als Reaktion auf die Online-Zensur nun einfach ein echtes Feld mit einem großen Kornkreis-X markiert.

Absurd, so Greenpeace, erscheine die Anordnung des Gerichts vor allem angesichts eines EU-Gesetzes, das den Mitgliedstaaten vorschreibe, ihre Bürger über Genmais-Anbauorte zu informieren. Zudem können die Genmais-Karten von anderen Ländern aus veröffentlicht und weltweit betrachtet werden. Weshalb Greenpeace Frankreich die Website auch einfach vom französischen Server nahm und auf die Server von Greenpeace International packte – wo sie jetzt jeder problemlos einsehen kann .

Obwohl man zunächst auf die richterliche Anordnung reagieren musste, wird Greenpeace Frankreich nun in Berufung gehen.

Apple: iPods halten 4 Jahre

Obwohl manche iPods im Laufe der Zeit Mängel aufweisen, habe Apple die Geräte nach eigenen Angaben für eine Laufzeit von mindestens vier Jahre konzipiert. Die Ausfallrate unter iPods sei mit unter 5 Prozent "ziemlich gering", so Apple-Sprecherin Natalie Kerris gegenüber der Chicago Tribune  in einem Bericht über fehlerhafte iPods  (Registrierung erforderlich).

Eine Online-Umfrage auf der zwölf Jahre alten Mac-Nachrichtenseite Macintouch.com hatte 2005 ergeben, dass von den 9.000 iPods, die die 4.000 Teilnehmer besaßen, 1.400 frühzeitig den Geist aufgegeben hatten. Auch wenn die Untersuchung sicherlich nicht wissenschaftlich oder wirklich repräsentativ ist, spiegelt sie doch eines wieder: An den anekdotisch berichteten Klagen über viel zu kurzlebige iPods könnte mehr dran sein, als Apple zugeben möchte. Zumal die Gerüchte um den Zusammenhang der schnellen Veröffentlichung neuer iPod-Produkte und der hohen Fehlerrate, die quasi zum Aufrüsten verführt, einfach nicht verhallen wollen …

Systemadministratoren feiern sich selbst

"Wenn Sie das hier lesen können, danken sie ihrem System-Administrator." Die Einleitung zum Sysadmin-Day  macht es eigentlich gleich klar: Da gibt es jemanden in jeder Firma, der sich ganz im Verborgenen um höchst komplexe, fehleranfällige, schwer zu durchschauende, immer unberechenbare Maschinchen kümmert – die Mitarbeiter. Die eigentliche Aufgabe eines System-Administrators ist nicht etwa, Computer in Schuss zu halten, so scheint es, sondern die User vor unüberlegtem Tun zu bewahren und sie oft genug nach unüberlegtem Tun aus der Misere zu retten. Und wer dankt es ihnen? Niemand. Deshalb haben sich System-Administratoren aus Amerika, Russland, der Ukraine, Katalonien und Wales zusammengetan, einmal im Jahr ihrer selbst zu gedenken – und von ihrer Wichtigkeit so viele Leute wie möglich zu überzeugen. Heute ist dieser Sysadmin-Tag – der deutsche Ableger wird heute Abend, wie auf Sysadminsday.de  angekündigt, in Hamburg im Clubheim des FC St. Pauli gefeiert.

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