Netzwelt-Ticker Mac brät Spiegelei
McAfee: Hacker lernen von Open Source
Hacker benutzen Techniken, die von Open-Source-Entwicklern populär gemacht wurden, um ihre Malware zu optimieren. Besonders das "Concurrent Version System" (CVS), das die Teamarbeit von verschiedenen Programmierern verbessert, werde beispielsweise von Bot-Programmierern benutzt, noch effektivere Botnetze zu starten meint zumindest ein Autor im neu gelaunchten Firmenmagazin des Antiviren-Software-Spezialisten McAfee. Aber auch die totale Offenlegung von Programmcodes sei eine Einladung für Computer-Halunken. Klar, dass besonders die Open-Source-Szene empört auf den seltsamen Angriff reagiert. Die Offenlegung von Code soll ja gerade die Sicherheit von Programmen erhöhen. Und so verwundert es auch kaum, dass McAfee beschwichtigt: Der Artikel soll Open-Source-Entwicklungen nicht diskreditieren, sondern die Aufmerksamkeit von Usern auf das Thema lenken und sie so erziehen, so ein McAfee-Vertreter gegenüber PCAdvisor.co.uk
Mac brät Spiegelei
MacBooks surren, muhen, verfärben sich und werden heiß. Wie heiß, das zeigt ein Mac-Besitzer, der in seinem Blog ein Video anbietet, das zeigt, wie er ein Spiegelei auf der Rückseite des schwarzen Laptops brät. Praktisch auch der Tipp, den Kaffee solange auf dem Netzteil warm zu halten - Spiegelei auf dem Mac, das dauert halt ein wenig länger. Aber Sagags.com gibt auch gleich Entwarnung: nur ein Scherz. Der Trick mit dem Kaffee allerdings, der dürfte trotzdem funktionieren
Video-Nachrichtendienst verklagt YouTube
Weil die Videoplattform es Usern ermöglicht haben soll, kopiergeschütztes Material über YouTube zu veröffentlichen, verklagt ein Video-Nachrichtendienst den populären Videodienst. Laut Hollywoodreporteresq.com ist der Kläger der Video-Journalist Robert Tur, der Inhaber des Los Angeles News Service, der durch zahlreiche Gerichtsprozesse seine Rechte an Video-Material wie den Verfolgungsszenen von O.J. Simpson gegenüber TV-Sendern durchsetzte. YouTube sei dafür verantwortlich, dass User illegitim Material hochluden und ihm dadurch ein Schaden entstanden sei, den er nun ersetzt haben will. Dabei beruft er sich auf das berühmte "MGM vs. Grokster"-Urteil, in dem quasi alle Peer-to-Peer-Tauschbörsen für die Taten ihrer User verantwortlich gemacht werden können. Tur fordert nun für jeden seiner Filme, der bei YouTube online ging, 150.000 Dollar Schadenersatz und eine richterliche Anordnung, dass Youtube nie wieder Material von Tur verbreiten darf. Eine Reaktion von Seiten YouTubes konnte Hollywoodreporteresq.com bislang nicht einholen.
Skandinavische Filesharer gründen Lobby
Nach den Razzien unter skandinavischen Filesharern, und vor allem den spektakulären Geschehnissen um die Bittorrent-Suchmaschine ThePiratebay.org, haben sich mehrere nordeuropäische Initiativen und Website-Betreiber zu einer Interessenvertretung zusammengeschlossen, wie Heise.de berichtet . Filesharing sei nicht mehr wegzudenken, wer etwas gegen Film und Musikkopien im Netz unternehmen wolle, der müsse schon gleich das ganze Internet abschaffen. Die Vereinigung will zwar auf globaler Ebene arbeiten, der Schwerpunkt läge aber auf der Beratung. Zuletzt starteten einige Netzaktivisten in Frankreich eine ähnliche Aktion, konnten aber kurz nach ihrer Gründung nur 150 Mitglieder verbuchen. Derweil macht jedoch eine Versicherung gegen Filesharing-Anzeigen in Schweden die Runde. Für nur fünfzehn Euro im Jahr bekommt man im Überführungsfalle die Strafgebühren von der Versicherung ausgezahlt. Ein ähnliches Modell erweist sich bereits seit 2001 in Schweden als Erfolg. Als die Preise für den öffentlichen Nahverkehr angezogen wurden, startete auf Planka.nu eine Schwarzfahrer-Versicherung. Für nur etwas mehr als dreizehn Euro kann man dort unbeschwert ohne Ticket fahren