Netzwelt-Ticker: Microsoft verbündet sich mit Peter Jackson - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Microsoft verbündet sich mit Peter Jackson

...um gemeinsam Spiele für die Xbox 360 zu entwickeln - und um den HD-DVD-Standard durchzusetzen. Einen entsprechenden Player zur Xbox gibt es ab November, Peter Jacksons King Kong inklusive. Außerdem: Sony veröffentlicht E-Paper-Reader, Zinc Matrix Power entwickelt nicht explosive Akkus und mehr.
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Peter Jackson macht Halo für Xbox 360

Dass Microsoft diese Woche bekannt gibt, wann und zu welchen Preisen man das HD-DVD-Laufwerk zur Xbox 360 in Europa kaufen kann, war abzusehen. Mitte November soll es soweit sein. Als Startpreis werden knapp 200 Euro genannt . So weit, so gut.

Symphatieträger: das Biest King Kong (hinten) trifft auf die Schöne, die am Ende seinen Tod mit verursacht. Gemeinsam sollen sie den Verkauf von Xbox und HD-DVD-Player fördern

Symphatieträger: das Biest King Kong (hinten) trifft auf die Schöne, die am Ende seinen Tod mit verursacht. Gemeinsam sollen sie den Verkauf von Xbox und HD-DVD-Player fördern

Foto: REUTERS

Dass die Xbox-Macher allerdings Neuseelands Vorzeige-Regisseur Peter Jackson aus dem Hut ziehen, war nicht abzusehen. Im Auftrag der Microsoft Game Studios soll Jackson, der mit seiner Verfilmung von "Der Herr der Ringe" zu Ruhm und Reichtum gelangte, eine neue Folge der "Halo"-Spiele-Serie entwickeln . Tatkräftige Unterstützung soll ihm dabei von Ehefrau und Drehbuch-Autorin Fran Walsh zukommen. Über Inhalt und Szenarien des kommenden Games schweigt sich das Duo allerdings noch aus.

Nur so viel ist sicher, es wird keine Fortsetzung der vorherigen Episoden werden. Damit nicht genug, sollen Jackson und Walsh gleich noch einen weiteren Xbox-Titel für Microsoft entwickeln - und das unter dem Dach der eigens für die Microsoft-Kooperation gegründeten Gamefirma "Wingnut Interactive Studio".

Über die Inhalte der verabredeten Spiele geben die Partner aber noch weniger bekannt. Nur, dass es sich dabei um ein massentaugliches Konzept handeln soll, ließen sie durchblicken – was auch immer das bedeuten mag.

Was das alles für die Verkaufschancen der Xbox 360 und ihres HD-DVD-Players bedeuten mag, kann man sich dagegen vorstellen. 200 Euro wären ein Schnäppchenpreis und würden Sony und ihr Blu-ray/PS3-Konzept noch weiter unter Druck setzen. Damit sich der noch erhöht, legt Microsoft als Appetizer zur ersten Verkaufsedition des Players noch eine HD-DVD des Filmes "King Kong" oben drauf - auch das bekanntlich ein Peter-Jackson-Produkt.

Sony bringt E-Paper-Lesegerät

Auf dieses Produkt wartet vielleicht nicht die Welt, wohl aber die Verlegerwelt seit langem: Sony hat mit gehöriger Verspätung das E-Lesegerät "Portable Reader System PRS-500" vorgestellt. Und ja, wieder einmal geht es um den Versuch, ein Lesegerät für E-Paper zu etablieren. Dieses hier basiert zudem tatsächlich auf der seit Jahren erwarteten E-Ink-Technologie, von der man annimmt, dass sie uns dereinst flexible Monitor-Medien zum Aufrollen für die Jackentasche bescheren wird.

Bis dahin aber kommt sie zunächst hübsch flach und chic, aber noch immer in Form eines konventionellen E-Books daher, wie es zahlreiche Anbieter seit 1995 immer wieder einmal am Markt durchsetzen wollten. Bisher auch deshalb ohne Erfolg, weil die Dinger a) teuer und b) deutlich schlechter als beispielsweise Laptops für ihre Aufgabe geeignet schienen.

Das soll bei Sonys Gerät nun anders sein, wie auch schon bei dem seit April angebotenen iLiad-Lesegerät der Firma iRex. Die beiden Flachmännchen haben außer einem verblüffend gestochen scharfen Monitor noch was gemein: Sie sind Teil des unter der Ägide des internationalen Verlegerverbandes Ifra stattfindenden Modellversuches, Zeitungen per Web für elektronische Lesemedien auszuliefern. Über 20 teils international renommierte Blätter in 13 Ländern machen mit, und der Teil, der sich auf die Sony-Hardware stützen will, scharrt schon mit den Hufen: Dazu gehören unter anderem alle Zeitungen, die in Frankreich an dem auf mehrere Jahre angesetzten Versuch teilnehmen.

Damit kann man sich vorstellen, dass Lesegeräte wie Sonys PRS-500 vielleicht einst Teil eines Zeitungs-Abos werden könnten. Vielleicht erhöht das die Chancen für ein elektronisches Gerät, mit dem man zurzeit kaum etwas anderes machen kann, als E-Books und PDF-Dokumente zu lesen sowie MP3s zu hören (denn einen entsprechenden Player hat Sony eingebaut!). In den USA kostet das gerät 349 Dollar. (pat)

Batterien ohne Bumm

Auf dem Intel Developers Forum (IDF) stellte das US-Unternehmen Zinc Matrix Power eine neue Technologie als sichere Alternative zu etablierten Stromspeichern vor: Silber-Zink-Akkus. Insbesondere die ob ihrer Brandgefahr in die Kritik geratenen Lithium-Ionen-Akkus will man damit ablösen. Nach Angaben des Firmenchefs Ross Dueber sprechen drei Argumente für den Erfolg der neuen Technologie. So soll deren auf Silber, Zink und Wasser basierende Chemie sehr sicher sein und ihre Leistung höher sein. Zudem sollen sich die Endprodukte vollständig wieder verwerten lassen. Anfang 2007 will das Unternehmen erste Produkte zum Test an verschiedene Hersteller ausliefern.

China ganz vorn bei IPv6

Im Bemühen, nicht nur die technologische Entwicklung des Landes voranzutreiben, sondern zudem unabhängiger von westlichen Hardware-Zulieferern zu werden, baut China offenbar mit Hochdruck seine IPv6-Infrastruktur aus. Laut "Xinhua"  wurde am Samstag das neue CNGI-CERNET2/6IX-Netz freigegeben, welches unter anderem einen deutlich höheren Datendurchsatz als die bisherigen Netze ermöglichen soll. Vor allem aber sei das neue Netzwerk das weltweit erste, welches vollständig auf IPv6 "Internet Protocol Version 6" aufbaut. Dieser neue Standard erweitert den IP-Adressraum erheblich, so dass es künftig möglich sein soll, einer Vielzahl von Geräten, egal ob PC, Handy oder PKW, feste Internet-Adressen zuzuweisen.

Bis es tatsächlich soweit ist, kann es aber noch eine Weile dauern, merkt "China Daily"  an. Bisher nämlich ist das tolle neue Netz ausschließlich dem akademischen Bereich vorbehalten und verbindet 25 Universitäten in 20 Städten. Professor Wu Jianping von der Tsinghua-Universität glaubt daher auch, dass die neue Technologie frühestens 2010 im globalen Maßstab in Schwung kommen wird. " IPv6 und [dessen Vorgänger] IPv4 werden für lange Zeit nebeneinander existieren," gab er zu Protokoll, sieht darin jedoch "ein großes Potential für uns, spannende neue Anwendungen zu entwickeln."

Dein Freund könnte ein Virus sein

Dem halbjährlichen Bericht zur Internet-Sicherheit zufolge, den Symantec vor wenigen Tagen veröffentlichte, haben Hacker ein neues Zielgebiet ausgemacht: soziale Netzwerke wie MySpace. Wie Dave Cole von Symantec gegenüber "Newsfactor"  sagt, wollen diese Hacker allerdings nicht etwa Ruhm ernten, sondern die Konten, kontaktfreudiger Websurfer plündern. Die, so heißt es in dem Bericht, seien im Umgang mit Community-Websites nämlich besonders vertrauensselig und klickten dort schon mal ohne lange nachzudenken auf Bilder oder Links, die ihnen von anderen dargeboten werden. Auf diesem Weg, so Cole, könne man die Internet-Anwender recht mühelos beispielsweise auf Phishing-Sites umleiten oder ihnen Keylogger unterjubeln und sie auf diese Weise um persönliche Daten und Zugangs-Codes berauben. Besser also, man bewahrt sich auch bei der Online-Suche nach Gleichgesinnten ein gewisses Maß an Vorsicht, bevor man generöse Gaben mehr oder minder unbekannter Mit-Surfer anklickt.

Apple verbessert iTunes 7

Gemeinsam mit neuen iPods und dem Start des Online-Filmverkaufs in den USA veröffentliche Apple vor zwei Wochen iTunes 7 – und erntete haufenweise Kritik und Gemecker. Nicht eben wenige User, vor allem auf der Windows-Seite, klagten über allerlei unterschiedliche Probleme. Vornehmlich die Installation und der Programmstart schienen mit Stolperfallen gespickt, berichtet "Wired" . Damit soll nun Schluss sein, denn seit gestern Abend steht ein Update auf iTunes 7.0.1  bereit, das die Schwierigkeiten beseitigen soll.

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