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Grand Theft Auto Gizmondo-Gründer festgenommen
Der Gizmondo-Gründer, überführte Straftäter und Ferrari-Raser Stefan Eriksson wurde von der Polizei in seinem Wohnsitz in Bel-Air festgenommen. Das berichtet die Website von CNN . Der Vorwurf: Der eine Millionen Dollar teure Ferrari Enzo, den Eriksson zu Schrott fuhr, soll dem Gizmondo-Gründer gar nicht gehört haben. Zuvor ist Eriksson bereits unter Verdacht geraten, nachdem er zweifelhafte Aussagen zum Unfallhergang gemacht hatte. Nun gaben Kriminalbeamte an, der Ferrari gehörte in Wirklichkeit englischen Finanzfirmen. Eriksson, so scheint es, hat also seine Luxuswagen-Sammlung schlicht auf Pump gekauft. Neben dem nun schrottreifen Enzo besaß der gebürtige Schwede noch einen 600.000 Dollar-Mercedes und einen weiteren Enzo. Beide intakten Wagen wurden nun konfisziert. Eine detaillierte Chronographie der Ereignisse und Bilder vom Crash bietet Wreckedexotics.com .
Die Gizmondo-Geschichte ist einer der absurdesten Vorgänge in der Geschichte der Spieleindustrie. Die Handheld-Alternative schaffte es zwar in einige Computerläden der Welt die Erfinder des kapital geförderten Gameboy-Konkurrenten waren aber in so viele dubiose Finanzdeals verstrickt, dass eigentlich schon vor vielen Monaten der Verdacht nahe lag, dass der Gizmondo keine Spiele-Revolution, sondern eher eine Geldruckmaschine sein sollte. Gizmondo Europe erklärte sich Anfang des Jahres Bankrott. Für großes Aufsehen sorgte der Ausstieg von Eriksson aus Gizmondo , nachdem eine schwedische Zeitung aufdeckte, dass er Anfang der Neunziger als Teil der "Uppsala Mafia" festgenommen und zu einer zehneinhalbjährigen Gefängnisstrafe verdonnert wurde.
Red Hat kauft JBoss
Mit dem Kauf von JBoss durch den Linux-Distributor Red Hat ist ein weiterer Schritt in Richtung kommerziell wettkampffähiger Open-Source-Firmen getan. Der 350-Millionen-Dollar-Deal erweitert die Red-Hat-Distribution durch eine ganze Reihe freier Java-Middleware. Red Hat und JBoss fahren laut Cnet.news ein ähnliches Geschäftsmodell, das ihre Produkte sowohl kostenpflichtig (mit erweitertem Support), wie auch kostenlos (per Download) anbietet. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, die Fusion erweitere Red Hats Portfolio allerdings beträchtlich und mache die Firma zu einem wichtigeren Markt-Teilnehmer. Analysten sehen in der Fusion der beiden großen Open-Source-Unternehmen die wachsende Wichtigkeit von Open-Source-Software und -Prinzipien im Markt für Unternehmenssoftware unterstrichen. Mit dem Kauf könne Red Hat nun noch besser gegen die großen Konkurrenten Microsoft, IBM, Oracle, Sun Microsystems, Novell und BEA Systems konkurrieren, die ebenfalls Rundum-Lösungen für große Unternehmen bieten.
Adware-Hersteller vor Gericht entblößt
Nach dem Insider-Interview mit einem Mitarbeiter des kriselnden Adware-Anbieters 180solutions erscheinen nun im Prozess um den Adware-Hersteller Direct Revenue weitere Details aus dem schmutzigen Geschäft um Werbedollars. Direct Revenue, das gehe laut Techweb.com aus Gerichtsdokumenten hervor, habe einen Privatdetektiv angeheuert, um Anti-Spyware-Forscher zu überwachen; entwickelte Software, um Konkurrenz-Adwareprogramme vom Rechner eines Users zu löschen und unternahm einiges, die eigene Software für den User und Anti-Spyware-Programme unsichtbar zu machen.
Die Direct Revenue-Software, einmal auf Users Rechner installiert, blendete alle 45 Sekunden eine Pop-Up-Anzeige ein mit dieser Methode machte die amerikanische Firma 2004 rund 30 Millionen Dollar plus (vor Steuern) und setzte 38 Millionen Dollar um. Die Gerichtsdokumente seien in New York öffentlich einsehbar, der Anti-Spyware-Aktivist Ben Edelmann hat sie nun ins Netz gebracht. Aus den firmeninternen E-Mails geht hervor, wie offen und dreist die Direct Revenue-Verantwortlichen über ihr unmoralisches Tun redeten. Richard Stiennon, Chef-Forscher bei IT-Harvest: "Die meisten Adware-Hersteller haben genau so gehandelt [wie Direct Revenue]. Wenn man [die Gerichtsakten und E-Mails] liest, wird klar, dass diese Leute nicht bemerkt haben, wie böswillig sie in Wirklichkeit sind."
Was passiert mit alten Computern? Dritte Welt
Mehr als 50 Prozent der Computer, die in Amerika zum Recycling gegeben wurden, werden nach Übersee verschifft, wo die giftigen Bauteile ganze Gemeinden verschmutzen. Ein ausführliches, tristes Feature auf Salon.com beleuchtet den den Altlast-Handel mit der Dritten Welt und die Schattenseiten unserer Hightech-Kultur.
Musikcube soll nicht sterben
Was passiert mit Open-Source-Software, wenn sich niemand mehr um ihre Fortentwicklung kümmert? Der Hauptentwickler des elegant großartigen Musikplayers Musikcube beschreibt das vergebliche Ringen um Helfer und Zeit in einem traurigen Forumpost. Casey zeigt sich nach insgesamt vierjähriger Entwicklung seines Audioplayers enttäuscht: "Ich höre auf". Ein wichtiger Grund sei der mangelnde Erfolg. Obwohl sich der Musikcube einer festen Fanschar erfreut, blieb ihm ein größerer Erfolg vorenthalten. Fans und Entwickler sind ratlos und ohne Publikum wollen sie nicht weitermachen. Vielleicht hat der Hilferuf ja bereits etwas geholfen
Kult-Trash: Heat Vision und Jack
Was ist wahr im Web? Angeblich schon 1999 ein Kult-Film schwingt sich "Heat Vision and Jack" dank YouTube gerade zum neuen Netz-Hype auf. Der angebliche Pilotfilm um einen superintelligenten Astronauten (Jack Black) und sein Motorrad, das von seinem arbeitslosen Mitbewohner (Owen Wilson) beseelt ist und darum natürlich sprechen kann, wurde angeblich vergeblich dem Fernsehsender Fox vorgelegt aus der Serie wurde nichts. Nun ist das Video im Netz und sorgt für Furore. Voller Serien-Klischees der achtziger Jahre, schlechter Punchlines und kitschiger Bilder ist "Heat Vision and Jack" schmerzhaft lustig wenn man sich nur sicher sein könnte, dass das keine brillant gemachte virale Werbung ist. Aber vor dem großen Aufschrei: Schnell anschauen!