Netzwelt-Ticker Pflaster-Pflaster und Schlabber-Laptops
Sieben ungepatchte OS X Fehler
Einem Bericht von vnunet.com zufolge hat Sicherheitsexperte Tom Ferris sieben bislang unbekannte Sicherheitslöcher in Apples OSX aufgedeckt. Der schlimmste Fehler ermöglicht es Angreifern, über den Apple-Browser Safari beliebigen Code auszuführen oder das System zu crashen. Die anderen Fehler betreffen diverse OSX-Features manipulierte .tif-, .bmp und .gifGrafikdateien führen zum Absturz des Bildbetrachungsprogramms, .zip-Dateien lassen beliebigen Code auf Opfers Rechner ausführen. Ferris dazu: "Der "Solid as Rock"-Slogan , mit dem Apple für das Unix Betriebssystem wirbt, bekommt Kratzer."
Microsoft: Patch the Patch
Nicht nur Apple, vor allem auch Microsoft hat mit Sicherheitslücken zu kämpfen und seit letzter Woche auch mit den Patches, die Sicherheitslücken schließen sollten. Letzte Woche gab Microsoft zu, dass die Sicherheitsupdates vom April zu einigen Problemen führen könnten. Auf bestimmten HPSystemen, bei Nutzern der Sunbelt Kerio Firewall und von Nvidia-Treibern, konnten die Ordner "Eigene Dateien" und "Meine Bilder" verschwinden. Probleme mit Office-Produkten waren die Folge. Zwar veröffentlichte Microsoft eine Anleitung, wie dem Problem beizukommen ist. Sicherheitshalber gibt's aber ab heute laut vnunet.com den Patch zum Patch auch per Auto-Update zum Download.
Apple veröffentlicht 17" MacBook Pro
Per Pressemitteilung erreicht uns die Nachricht über Apples neues MacBook Pro : 17 Zoll, Intel Core Duo 2,16 GHz Prozessor, iSight-Kamera und Apple Remote Fernbedienung. Bis zu fünfmal schneller als ein PowerBook G4 soll es sein und dank 2,6 cm flachem Aluminium Gehäuse wiegt das neue MacBook dabei gerade einmal 3,1 Kilogramm.
Der 667 MHz schnelle Frontside Bus betreibt ein bis auf 2 GB erweiterbares DDR2-RAM. Die iSight-Kamera mache sofortigen Videochat über iChat AV möglich, so der Hersteller, Video Podcasts und iMovies können darüber ebenfalls erstellt werden. Der 17-Zoll-Monitor ist 36 Prozent heller und wird von einer ATI Mobility Raadeon X1600 PCI Express Grafikkarte mit 256MB GDDR3-Speicher gefüttert. Eine FireWire 800, eine Firewire 400, drei USB 2.0-, optische und digitale AudioSchnittstellen, dazu Bluetooth 2.0+DER (Enhanced Data Rate) und AirPort Extreme 54 Mbit/s bieten Verbindungen zu anderen Computern und Peripherie. Kostenpunkt: 2.799 Euro inkl. MwSt.
Gute Nachricht für Schlabberer
Und hier noch ein Laptop - bei dem uns allen zur Abwechslung die inneren Werte völlig egal sein dürften. Hauptverkaufsargument für Panasonics neues Modell mit dem seltsam altbacken bis leicht beknackten Namen "Let's note CF-Y5" sind stattdessen reine Äußerlichkeiten.
Zum Beispiel, dass die Kiste angeblich völlig wasserdicht ist. Kaffee, Rotwein, 2-Minuten-Bechersuppen über, auf und in der Tastatur, das alles soll nun kein Problem mehr sein: Schlabbermäuler, Schreibtisch-Trottel und schusselige Klecker-Experten, hier kommt Euer ideales Arbeitsgerät! Wenn das nicht mal eine Nachricht ist, auf die wir wirklich gewartet haben. Wie beim Matsushita-Konzern üblich landet das neue Modell zuerst in Japan in den Läden. Bei einem Verkaufspreis von satten 2300 Dollar dürfte die schlabberresistente Kiste wohl noch mehr bieten als nur eine kleckerfeste Tastatur.
Microsoft will Piraten nerven
Cnet berichtet, dass Microsoft in einigen Ländern einen neuen Versuch starten will, Nutzer von unlizenzierten Windows-Versionen zum Nachkauf zu "überreden". Das Rezept: Nerve die Missetäter, bis sie Reue zeigen (respektive Microsoft freiwillig ihr Geld bringen).
Bislang versuchte nur das sogenannte Genuine Advantage Programm die nicht zahlenden Kunden zum Erwerb eines "echten" Produktschlüssels für ihr Windows zu verlocken. In den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Malaysia, Australien und Neuseeland soll nun ein Pop-Up Nutzer von unlizenzierten Windows-Versionen im Minutentakt daran erinnern, dass sie etwas verwerfliches tun. Weitere Auswirkungen hat die Nerverei nicht wer will, deinstalliert die Software ganz einfach.
Zeitgleich hat Microsoft auch für die Office-Programme einen Genuine Advantage-Check eingeführt, der überprüft, ob der Lizenzschlüssel ordnungsgemäß erworben wurde. Doch auch hier gilt erstmal Entwarnung für deutsche Office-Nutzer. Das Office Genuine Advantage-Programm wird es erstmal nur in Portugiesisch, Tschechisch, Griechisch, Koreanisch, vereinfachtem Chinesisch, Russisch und Spanisch geben. Ob daran eine Art Hitliste der Standorte von lizenzlosen Kopien abzulesen ist ?
Heftige Zensur bei Tom.com
Auf Bestrebungen aus Peking hin haben die in Hong Kong ansässigen Betreiber des chinesischen Internetportals Tom.com einen gewaltigen Prozentsatz aller User-Postings und ebenso viele Fotos gelöscht. Mit dieser Maßnahme sollen junge Menschen vor "schädlichen Inhalten" geschützt werden Ziel sei es außerdem, patriotisches Bewusstsein zu fördern.
"Seit wir die neuen Instruktionen von der Regierung bekamen, hat unsere Website rund 40 Prozent der User-Postings gelöscht, die als unpassend für das Internet angesehen werden", sagte Rico Ngai, ein Manager von Tom.com , laut dem "Sydney Morning Herald" . Unter den betroffenen Posts und Bildern seien pornographisches und Gewalt darstellendes Material, aber auch politische und religiöse Inhalte. Tom.com hält allein zu diesem Zweck einen Stab aus 100 Mitarbeitern, die rund um die Uhr auf der Suche nach "gefährlichen" Posts sind um diese zu löschen.
Microsoft macht IE7 öffentlich
Nicht mehr Preview, sondern ein vollwertiger Browser ist Microsofts Internet Explorer Beta 2 fertig zum Download und für alle User des aktuellen/alten IE geeignet. Das ist Microsofts Sicht der Sache. In Wirklichkeit heißt das natürlich: Wir brauchen Betatester, und zwar viele. Damit geht Microsoft mit dem IE7 denselben Weg, den zum Beispiel auch Google erfolgreich beschreitet. Die endgültige Version des IE7 wird dann im Laufe des Jahres zuerst Nutzern von Windows XP und Windows Server 2003 zugehen. Die Windows-Vista-Version soll erst im November erscheinen.
IE 7 Beta 2 ist laut Techweb.com Feature-identisch mit der Preview-Version vom 20. März. Sie sei allerdings stabiler und zuverlässiger, trotzdem sei noch Arbeit am Code nötig: "Wir werden weiterhin die Performance verbessern, Bugs fixen und die Zuverlässigkeit steigern," wird Gary Schare, oberster Produktmanager für IE, zitiert.