Netzwelt-Ticker: Platt, aber die Nase vorn - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Platt, aber die Nase vorn

Oranje vor: Die Niederlande, so scheint es, haben uns in fast jeder Hinsicht etwas voraus. Ob ein HAL-9000-Stick helfen könnte, Vorsprung durch Technik zu gewinnen? Außerdem im Nachrichtenüberblick: Internet-Strahlen in Großstädten, Kinder bespitzeln mit Microsoft und mehr.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Yahoo-Manager für Musik ohne Kopierschutz

Aussagen wie diese ist man aus den Chefetagen der großen Konzerne nicht gewöhnt. Wie "CNet"  berichtet, soll Dave Goldberg, Musik-Verantwortlicher bei Yahoo, die Musik-Industrie aufgefordert haben, Musik online ohne Kopierschutz zu verkaufen. Eine Yahoo-Sprecherin habe jedoch sogleich die Wogen geglättet und ausgeführt, Goldberg hätte nur eine Diskussion darüber in Gang setzen wollen, wie man die Benutzerfreundlichkeit verbessern könnte. Schade, dass so gute Ideen so schnell glatt gebügelt werden.

Internet-Strahlen in London, San Fransisco und Chicago

Nachdem Google gemeinsam mit dem Internet-Provider Earthlink das Gebiet von San Fransisco mit einem WLan überziehen will und auch Chicago ähnliche Pläne bekannt gegeben hat, soll nun auch die City of London flächendeckend mit drahtlosen Internet-Zugangspunkten versorgt werden, schreibt "ars technica" . Demnach sollen die "Internet-Strahlen" den gesamten Finanz-Distrikt abdecken. Anders als in den USA, wo die Drahtlos-Netzwerke zumindest eingeschränkt kostenlos nutzbar sein sollen, werden die britischen Banker zur Kasse gebeten. Immerhin jedoch werden die Hotspots nicht einem Provider allein zugeschrieben, sondern können von mehreren Anbietern gleichzeitig genutzt werden.

Nederland: Nr. 1 in Internet gebruik

Wer hätte das gedacht. Nicht nur bei Käse und Fußball, auch bei der Computer-Nutzung haben die Niederlande die Nase vorn. So lautet das Ergebnis einer Umfrage unter Bürgern aus 17 Nationen. Demnach nutzen 82 Prozent der Niederländer zumindest gelegentlich einen PC und 72 Prozent surfen regelmäßig im Internet. Zum Vergleich: In Deutschland sind nach Angaben derselben Studie nur 60 bzw. 64 Prozent. Den Grund für den Vorsprung der Niederlande sieht der "International Herald Tribune"  in Steuervergünstigungen beim PC-Kauf sowie günstigen Preisen für Breitband-Flatrates. In Deutschland seien Internet-Zugänge dagegen 65 Prozent teurer. Es bleibt also noch viel Spielraum für die hiesigen Breitband-Anbieter, mit günstigen Preisen neue Kunden zu gewinnen.

Big Mother is watching you

Mit dem derzeit in der Testphase befindlichen Windows Live-Dienst will Microsoft Eltern offenbar dabei helfen, die Internet-Nutzung ihrer Kinder besser zu kontrollieren. So berichtet die "PC World" , man könne mithilfe der "Parental Control" festlegen, ob den lieben Kleinen der Zugriff auf Seiten verwehrt werden solle, deren Inhalte mit Alkohol oder Pornografie in Zusammenhang stehen. Selbst Anleitungen zum Bomben basteln soll man ausschließen können. Darüber hinaus sollen besonders misstrauische Eltern das Surfverhalten ihrer Kids verfolgen können, indem sie sich genaue Protokolle der Seitenaufrufe ausgeben lassen. Eine schöne neue Welt.

Asus plant Regal-PC

Während andernorts über elektronische Bücher nachgedacht wird, denken die Designer des taiwanesischen PC-Produzenten Asus bereits über elektronische Bücherregale  nach. Ihre Vision sieht einen modularen PC vor, der wie ein Regal an die Wand gehängt wird. Der Internet Zugang soll kabellos erfolgen und sogar der Strom drahtlos induziert werden. Bauteile wie Festplatten oder Grafikkarte sollen modular, eben ganz wie Bücher, ausgetauscht werden können.

HAL strikes back

Wenn das kein Schnäppchen ist. Bei einem US-amerikanischen Online-Store gibt es USB-Sticks vom Typ HAL 9000 . Angeblich sind sie Überreste einer Weltraum-Mission, bei der es 2001 einige "Unregelmäßigkeiten" gab. Sollen aber trotzdem gut funktionieren. Sagt zumindest Dave, der die Sticks besorgt hat. Sie verstehen kein Wort? Dann schauen Sie sich diese Erklärung  an.

Warnungen

Es gibt immer wieder Dinge, die werden den Versprechen, die ihre Hersteller machen, nicht gerecht. Mindestens ebenso häufig sind jedoch Dinge so gut, dass man es geradezu in die Welt herausschreien möchte. Einen kleinen Beitrag zu mehr Klarheit, was gut und was schlecht ist, liefern die Aufkleber von 3eyes . Mit ihnen kann man Kollegen vor dem "Telefon mit zu vielen Tasten" warnen oder auf einen "unzuverlässigen" Tragegurt an einer Kuriertasche hinweisen. Die Anwendungsmöglichkeiten scheinen endlos. Einige hübsche Beispiele sind auf der Seite von 3eyes  zu bestaunen.

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