Netzwelt-Ticker Reich mit Hightech
Die Washington Post führt Blogroll ein
Die ehrwürdige "Washington Post" garniert ihre Homepage ab sofort mit einer Blogroll. Darin sollen ausgewählte Blogs verlinkt und vor allem mit Werbung versorgt werden. Damit, so heißt es in der Ankündigung , will man Bloggern die Möglichkeit geben, sich einem größeren Publikum vorzustellen, ein wenig Aufmerksamkeit zu erhaschen und vielleicht sogar etwas Geld zu verdienen. Denn: die Anzeigenabteilung der Zeitung soll ihren Kunden die jeweiligen Blogs schmackhaft machen und ihnen Werbeblöcke auf deren Websites andienen. Laut "TechCrunch" werden die Einkünfte aus diesen Geschäften wohl im Verhältnis 50/50 zwischen Blogger und Washington Post aufgeteilt. Derzeit wird die Blogrolle allerdings noch als Beta-Programm tituliert mit dem die Zeitungsmacher testen wollen, wir der Markt auf ihr neues Angebot reagiert.
PS3: So siehts aus
Bilder der für November angekündigten Playstation 3 kennt man zu Genüge, Aufnahmen ihrer Benutzeroberfläche dagegen sind bisher meist nur als wackelige, unscharfe Handycam-Aufnahmen zu sehen gewesen. Die Spiele-Spezialisten von "IGN.com" zeigen in ihrem Podcast nun erstmals in guter Qualität, wie sich die PS3 dem Anwender präsentieren wird. Die ernüchternde Einsicht: bislang sieht das User-Interface aus, wie ein Zwilling der PSP-Oberfläche. Das herausragende Merkmal der PS3-Version: jede Menge ungenutzter Platz. Icons und Schriften wirken winzig und lassen viel Raum für Verbesserungen. Ohnehin scheinen die Herren von IGN nicht all zu viel Bemerkenswertes gefunden zu haben. Wie sonst ließe sich erklären, dass sie sogar die Möglichkeit, von Sommer- auf Winterzeit wechseln zu können, für erwähnenswert halten. Sollte es bei einer Spielkonsole der nächsten Generation nicht Wichtigeres geben?
Microsoft für Linux-Office ist "unvermeidlich"
Geht es nach Stuart Cohen, den Chef des Open Source Development Lab (OSDL), ist die Sache klar. Nach seiner Ansicht ist es unausweichlich, dass Microsoft innerhalb der nächste Jahre eine Office-Version für Linux herausbringen wird. "Sie haben es einmal für Apple gemacht; sie werden es für Linux noch mal machen", sagt Cohen. Nach seiner Meinung bleibt der Windows-Company angesichts des großen Erfolgs des kostenlosen OpenOffice-Pakets für Linux gar keine andere Wahl. Das, so Cohen, habe auch Oracle schon eingesehen und bietet seit Ende 2005 eine kostenlose Einsteiger-Version seiner Profi-Datenbanken an, um damit kostenlosen OpenSource-Angeboten Paroli zu bieten. Auf ähnliche Weise, so Cohen gegenüber "Newsfactor", werde auch Microsoft vorgehen müssen und eine günstige Linux-Software anbieten. Daran, dass der Branchen-Riese seine Office-Suite dann auch gleich OpenSource, also durch jedermann modifizierbar, machen wird, glaubt aber auch er nicht.
Sony und Dell wussten längst Bescheid
Bereits vor zehn Monaten trafen sich Manager von Dell und Sony, um Probleme mit den von Sony gelieferten Notebook-Akkus zu diskutieren. Genau diese Stromspender hatten zu derart spektakulären Laptop-Explosionen geführt, dass Dell sich vergangene Woche gezwungen sah, insgesamt 4,1 Millionen der fraglichen Stromspender zurückzurufen. Wie Sony-Sprecher Rick Clancy nun gegenüber "InfoWorld" zu Protokoll gab, waren Probleme mit den fraglichen Akkus bereits im Oktober 2005 bekannt. Damals habe es jedoch noch keine Hinweise darauf gegeben, dass die Produktionsfehler tatsächlich zu explosionsartiger Hitzeentwicklung führen könnten. Immerhin jedoch beschloss man, den Herstellungsprozess zu ändern. Mit den seither produzierten Energiespeichern sollen bislang keine Probleme aufgetreten sein zumindest keine, die bekannt geworden wären.
Hightech sorgt für volle Taschen
Das Finanzmagazin "Forbes" widmet sich mal wieder einem seiner Lieblings-Themen: wer ist der Reichste der Reichen? Dies Mal allerdings konzentrieren sich die Finanz-Experten ausschließlich auf Milliardäre, die ihre Milliarden mit Hightech-Hard- und Software angehäuft haben. Interessante Statistik am Rande: Zusammengenommen haben die zehn Hightech-Magnaten ein Vermögen in Höhe von 174,2 Milliarden US-Dollar, was, so "Forbes", sogar das Bruttoinlandsprodukt Israels übersteigt. Ganz weit vorne liegt dabei wieder einmal der Microsoft-Gründer und Neu-Philantrop Bill Gates mit einem Kontostand von 50 Milliarden US-Dollar. Aber der arbeitet ja bekanntlich daran, sein Vermögen auf sinnvolle Weise auszugeben, was man von den übrigen neun Mitgliedern der Top-Ten-Liste wohl nicht notwendigerweise behaupten kann.
Der erste Blu-ray-Rekorder kommt
Und zwar zur Internationalen Funkausstellung in Berlin. Wie "Akihabara News" berichtet hat die AMEX DIGITAL Corporation die erste Charge ihre Blu ray-Rekorders M505-BDR bereits von Hongkong aus in Richtung Europa verschifft. Sein Debut soll der Rekorder am 28. August, also wenige Tage vor IFA-Öffnung haben. Mit dem Gerät soll es erstmals möglich sein, HDTV-Sendungen im vollen 1080p-Format aufzuzeichnen sofern sie ohne Kopierschutz ausgestrahlt werden. Als Antrieb dient dem Gerät, das eigentlich ein schnöder Media Center PC ist, ein Intel Core 2 Duo Prozessor. Der Speicher ist mir 4 GB RAM und 1,5 Terabyte Festplattenplatz üppig ausgebaut. Entsprechend fällt allerdings auch der Preis aus: satte 2000 US-Dollar soll das Gerät kosten.