Netzwelt-Ticker Telekom muss VDSL-Netz öffnen
Via bringt Öko-CPUs
Jetzt hat die Öko-Welle den ersten Prozessor-Hersteller erfasst. Als "ersten CO2-neutralen Desktop-Prozessor" preist das taiwanesische Unternehmen VIA seinen neuen C7-D-Chip an. Da fragt man sich erstmal, was das denn heißen soll. Schließlich produzieren Mikrochips keine Abgase. Doch der VIA-Ansatz ist ein anderer. Das Unternehmen verspricht, sämtliche CO2-Emissionen, die beim Erzeugen des zum Betrieb der CPU nötigen Stroms entstehen, durch Umweltschutz-, Aufforstungs- sowie Energiesparprogramme ausgleichen zu wollen.
Um auszuarbeiten, welche Maßnahmen im Einzelnen notwendig sein werden, will man sich laut LinuxDevices der Dienste einer Firma namens "Carbon Footprint" bedienen. Die ist darauf spezialisiert, die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt, gemessen in CO2-Einheiten, zu berechnen.
Allerdings soll auch der Chip selbst zum Umweltschutz beitragen. So beträgt sein maximaler Stromverbrauch in der 1,8 GHz-Version gerade mal 20 Watt. Das, so "LinuxDevices" sei zwar für einen VIA-Chip schon recht viel, jedoch nur ein Bruchteil dessen, was aktuelle Modelle von AMD und Intel aus der Steckdose ziehen, die 65 bis 85 Watt benötigen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch die Ohren, denn je weniger Strom ein PC verbraucht, desto weniger lärmende Lüfter müssen ihn mit frischer Luft versorgen.
VDSL für alle
Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s sind mit der neuen VDSL-Technologie der Telekom möglich.
Das ist gut drei Mal mehr als mit den schnellsten DSL-Angeboten. Um auf diese hohe Geschwindigkeit zu kommen, muss allerdings auch eine komplett neue Infrastruktur aufgebaut werden. Weil die bisher schon drei Milliarden Euro gekostet hat, wollte die Telekom das neue Netz gern für sich allein behalten.
Darf sie aber nicht.
Die Bundesnetzagentur hat entschieden, dass die Telekom VDSL auch anderen Internet-Anbieter öffnen muss. Drei Monate hat der Konzern Zeit, entsprechende Angebote auszuarbeiten. Ob die Telekom nun ihre Drohung wahr macht und den weiteren Ausbau des VDSL-Netzes stoppt, bleibt abzuwarten.
Google Earth macht Umweltschäden sichtbar
Gemeinsam mit dem UN Environment Programme (UNEP), der Umweltschutzorganisation der Vereinten Nationen, hat Google Informationen über Umweltveränderungen in Google Earth integriert. Wie NewScientistTech berichtet, wurden zu 100 ökologischen Brennpunkten auf der ganzen Welt Vorher/Nachher-Satellitenbilder sowie ergänzende Informationen zu den jeweiligen Umweltschäden in das Programm eingearbeitet.
Zu erreichen sind die Infos in der deutschen Version der Software im "Ebenen"-Menü unter "Empfehlungen/UNEP:Atlas der Umweltveränderungen". Zu sehen sind unter anderem die schwindende Regenwälder, schmelzendes Polareis und der verlandende Aral-See. UNEP-Chef Achim Steiner hofft, mit der Aktion die Umweltschäden ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Für ihn sind die Satellitenbilder "ein Weckruf, der uns die teilweise verheerenden Veränderungen bewusst macht, die unseren Planeten verwüsten".
Immer noch Ärger mit Sony-Rootkit
Der XCP-Kopierschutz, mit dem Sony BMG Music im vergangenen Jahr vergeblich versuchte, Raubkopien von Musik-CDs zu verhindern, sorgt weiterhin für negative Schlagzeilen . Wie Untersuchungen die der texanische Generalstaatsanwalt in Auftrag gegeben hatte, ergaben, kann die als Rootkit bekannt gewordene Software auf PCs, die eine bestimmte AOL-Software ausführen, zu argen Problemen führen. Wie es heißt, versucht die Anti-Spyware-Funktion von AOLs Safety and Security Center, das Rootkit zu entfernen, sobald eine damit geschützte CD in das Laufwerk des PCs eingeschoben wird. Dabei entfernt sie aber versehentlich auch Komponenten, die zum Betrieb des CD-ROM-Laufwerks nötig sind, so dass Letzteres unbenutzbar wird. Derselbe Fehler soll auch im Zusammenhang mit der Software "PestPatrol" entstehen können.
Ein Sprecher des Generalstaatsanwalts glaubt, dass dieses Problem bereits bei vielen AOL-Anwendern aufgetreten ist, ohne dass diese den Zusammenhang zwischen der Musik-CD und den Fehlern in ihrem System erkannt haben. PestPatrol-Hersteller CA sowie AOL haben mittlerweile Patches veröffentlicht, welche die Fehlfunktionen beheben.
iTunes 7 schon geknackt
Nur wenige Stunden nachdem Apple die neue Version 7 der Multimedia-Software iTunes zum Download freigegeben hat, legten die Entwickler der Software "QTFairUse6" ebenfalls ein Update ihres Programmes vor. Damit soll man nun auch Songs, die mit der neuesten Version des Apple-Kopierschutzes Fairplay geschützt sind, von ihren Kopierschutzbeschränkungen befreien können. Zwar sei die Software noch etwas wackelig auf den Beinen, berichtet ars technica , laufe aber ansonsten schon recht rund.
Das könne man von iTunes 7 allerdings nicht behaupten, berichten einige Anwender bei Digg . Generell benötige die neue Version sehr viel Prozessorleistung. Zudem melden einige Anwender, die Software stürze plötzlich ab oder friere ein. Die überwiegende Zahl der Fehlermeldungen scheint sich jedoch auf Änderungen an der Benutzeroberfläche zu beziehen. Andere wiederum sind begeistert und können das ganze Gemecker nicht verstehen. So berichtet ein Anwender gar, iTunes 7 problemlos unter Windows Vista installiert und mit seinem iPod synchronisiert zu haben, während ein anderer auf einem MacBook mit 2 GB RAM die Meldung bekam, iTunes können aufgrund von Speichermangel nicht ausgeführt werden. Irgendwo scheint es also noch zu haken, nur weiß offenbar niemand so genau, wo.
Geschäftsreisende wollen immer online sein
Im Rahmen eines Treffens der World Airline Entertainment Association in Miami wurde eine Umfrage veröffentlicht, die ergeben hat, dass eine überwältigende Mehrheit geschäftlich Reisender gerne während ihrer Flugreisen telefonieren möchte. Zudem, so TechWeb , würden die Befragten gerne ihre E-Mails während des Fluges abfragen können. Das Ergebnis verwundert kaum. Schließlich war die europäische OnAir Auftraggeber der Studie, ein Unternehmen, das Systeme für mobile Datendienste und Telefonverbindungen aus Flugzeugen anbietet. OnAir versucht die Lücke zu füllen, die entstanden ist, nachdem Flugzeug-Hersteller Boeing die Einstellung des Inflight-Internet-Dienstes "Connexion by Boeing" bekannt gegeben hat.