Neue Varianten iPod aufgebohrt und aufgehübscht
Der eine sieht anders aus als bisherige iPods, der andere ist anders: Gleich zwei neue Varianten stellte Apple der Öffentlichkeit vor. Erwartet worden war die U2-Sonderedition, über die bereits in der letzten Woche einige Details an die Öffentlichkeit gelangt waren. Über den Foto-iPod hingegen hatte es nur Spekulationen gegeben.
Dass Apple den iPod irgendwann auch für andere Medieninhalte aufbohren würde, war letztlich klar. Dass es so schnell geschehen würde, hatten längst nicht alle erwartet: Die Foto-Variante mit einem Fassungsvermögen von 40 und 60 GB soll bereits Anfang November - und damit rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft - in den Läden landen. Wer sich einen iPod wünscht, der nicht nur bis zu 15.000 Songs vorhalten kann, sondern alternativ dazu 25.000 digitale Fotos, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Die Geräte sollen in Deutschland 529 respektive 639 Euro kosten.
Dafür bekommt man ein Gerät, das über die bloße Speicherkapazität hinaus - wie üblich bei Apple - ein in sich schlüssiges Softwarekonzept bietet. Das ermöglicht die automatische "Synchronisierung" von Musik- oder Bildbeständen zwischen Arbeitsrechner und iPod, die Kombination von Musik und Bild und die Präsentation so gestalteter "Dia-Shows" auf dem iPod.
Die zweite Novität in Sachen iPod ist dagegen vornehmlich ein geschickter Marketing-Stunt: Auch, wenn Vertreter der Gruppe U2 und von Apple hier schwülstig von einer bahnbrechenden Kooperation sprechen, ist das Ganze nicht mehr als ein Marketing-Merchandizing-Gag. Die iPods der U2-Edition setzen sich von den anderen Modellen in der Farbgestaltung ab und tragen auf der Rückseite die Autogramme der vier Bandmitglieder. Diesen Spaß sollen sich die Fans 379 Euro kosten lassen.
Zusätzlich bekommen die Käufer des U2-iPods (20 GB) einen 50-Euro-Gutschein für Apples Musicstore, mit dem sie verbilligt die Diskografie "The Complete U2" kaufen können, die 400 Titel umfasst. Sie soll Ende November erscheinen (Preis: 150 Euro) und auch das in Kürze erscheinende Album "How to Dismantle an Atomic Bomb" enthalten.
Wenn Apple trommelt, dann gern auch richtig: Neben der Präsentation der neuen iPod-Varianten gab Apple die Eröffnung des "iTunes-Shop Europe" bekannt. Damit steht das Apple-Downloadangebot nun auch für Kunden in Belgien, Finnland, Griechenland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Portugal und Spanien offen.