"Newlove"-Virus: Nur wenig Schäden - DER SPIEGEL
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"Newlove"-Virus Nur wenig Schäden

Software-Experten sind erleichtert: Das neue Internet-Virus "Newlove" hat offenbar nur wenig Schäden angerichtet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg/San Francisco - Die tückische Variante des Virus "Loveletter", das vor gut zwei Wochen Netzwerke und Computer in aller Welt lahm legte, habe sich nur langsam verbreitet, berichteten Software-Experten übereinstimmend. Nach Angaben des US-Antivirenherstellers Symantec sind lediglich eine Hand voll Schadensmeldungen von Kunden eingegangen. Damit habe das Virus mit dem Namen "Newlove" weniger als ein Zehntel der Kunden des Unternehmens infiziert. Die Finanzagentur Bloomberg berichtete von "Tausenden" befallenen Computern.

In Deutschland ist das Virus offenbar nicht aktiv geworden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) berichtet auf seiner Internet-Seite, es seien nur Meldungen aus dem Ausland bekannt. Nach Meinung von Experten waren die Nutzer diesmal besser vorbereitet, außerdem hätten die Unternehmen ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Ausfälle gab es nur wegen Vorsichtsmaßnahmen: So schaltete der Bürowarenhändler Staples in den USA sein E-Mail-System für fünf Stunden ab, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Der Anti-Virenhersteller Network Associates stufte die Gefährlichkeit des Virus von "Hoch" auf "Mittel" herab. Dennoch sei das Programm, das sich selbst über das elektronische Adressbuch an Bekannte und Geschäftspartner versendet, extrem gefährlich. Es könne sämtliche Daten eines Computers löschen. E-Mails unbekannter Herkunft sollten sofort gelöscht werden.