Nicht immun: Firefox und Mozilla mit Sicherheitslücke - DER SPIEGEL
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Nicht immun Firefox und Mozilla mit Sicherheitslücke

Sie gelten als generell sicherer als Microsofts Internet Explorer, doch auch die Open-Source-Browser sind nicht vor Sicherheitsproblemen gefeit. Eine Lücke klafft bereits seit gut drei Monaten, ohne dass die Programmierer bisher Abhilfe leisteten.
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Ein gern und häufig geäußerter Vorwurf gegen Microsoft lautet, das Unternehmen lasse sich zu viel Zeit bei der Behebung bekannt gewordener Sicherheitslücken in seinen Programmen. Tatsächlich folgt Microsoft mit seinen Sicherheits-Updates einem relativ festen Takt: Gerade am heutigen Dienstag ist die Veröffentlichung einiger wichtiger Updates zum Internet Explorer fällig. Geschlossen werden damit Lücken, die auch schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Service Pack 2 bekannt waren.

Mozilla- und Firefox-Fans, die nun versucht sind, mit dem Zeigefinger nach Redmond zu zeigen, sollten sich allerdings vorher an die eigene Nase fassen - denn mitunter funktioniert das Flicken virulenter Sicherheitslücken auch in der Open-Source-Welt nicht schneller.

Bereits seit drei Monaten, berichtet der IT-Sicherheitsexperte Michael Krax, seien den Entwicklern von Firefox und Mozilla zwei Sicherheitslücke bekannt, die es übelmeinenden Hackern möglich machen könnte, Firefox- und Mozilla-User virtuell aufs Glatteis zu schicken.

Konkret ermöglichten die Sicherheitslücken, per Javascript Popups zu öffnen, die sich über die bekannten "Dialogfenster" von Download- und Sicherheitsmeldungen legen könnten und diese optisch ersetzten. Statt dann beispielsweise eine Lizenzvereinbarung zu bestätigen oder ein Zertifikat an- oder abzulehnen, könnte der Nutzer unbeabsichtigt böswillige Downloads einleiten.

Eines der Lecks setzt allerdings voraus, dass die Default-Einstellungen der Browser verändert wurden. Krax stellt auf seiner Webseite zwei Demos zur Verfügung, die die Sicherheitslücken drastisch verdeutlichen. Mit der Veröffentlichung solcher "Proofs of concept" steigt gemeinhin das Risiko, dass Sicherheitslücken tatsächlich böswillig ausgenutzt werden. Nun ist das Mozilla-Entwicklerteam gefragt, möglichst schnell für Abhilfe zu sorgen.

Marktanteile: Firefox gewinnt, MSIE verliert weiter

In den Log-Statistiken von SPIEGEL ONLINE - basierend auf der Auswertung von über 200 Millionen Pageimpressions im Monat - gewinnen die alternativen Browser seit Monaten kontunierlich hinzu, zu Lasten des Microsoft Internet Explorer (MSIE).

Im Verlauf der letzten vier Wochen stieg der "Marktanteil" von Mozilla/Firefox von 21,64 auf 26,06 Prozent. Netscape konnte im genannten Zeitraum 3,15 Prozent verbuchen, Opera 3,26 Prozent. Zugleich fiel der Anteil von MSIE von 69,36 auf 65,33 Prozent.