Online-Dienste: MSN punktet gegen AOL - DER SPIEGEL
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Online-Dienste MSN punktet gegen AOL

Billiger wäre AOL-Kunden wohl Recht, dachten sich die Marketing-Strategen von MSN, als der große Konkurrent die Preise erhöhte. MSN konterte mit Sonderangeboten - offenbar mit Erfolg.
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New York - Das Microsoft-Network MSN kämpft weiter um eine Vergrößerung seines Marktanteiles unter den Online-Diensten. In Amerika gelang es dem Microsoft-Spin-off nun offenbar, gegen den Erzrivalen AOL zu punkten. 200.000 Kunden habe man dem Online-Riesen seit April abgejagt.

Ein Erfolg, den MSN sich eine gehörige Summe hat kosten lassen: Im Mai hatte MSN eine 50 Millionen Dollar teure Kampagne gestartet, um neue Kunden zu gewinnen. Darin wird Neukunden in Amerika für die ersten drei Monate ein kostenloser Internetzugang und ein fester Monatstarif von 21,95 Dollar bis Anfang 2003 angeboten.

Dies sei eines der populärsten Angebote von MSN, sagte dazu MSN-Chef Bob Visse. Die meisten Nutzer blieben nach dem kostenlosen Startangebot auch bei MSN. Wie viele der knapp sieben Millionen MSN-Nutzer derzeit zahlende Kunden sind, wollte Visse dagegen nicht sagen.

MSN hatte die Kampagne gestartet, als AOL eine Erhöhung des Monatstarifs auf 23,90 von zuvor 21,95 Dollar ankündigte. Seit April sei die Zahl der registrierten MSN-Nutzer insgesamt um 400.000 auf 6,9 Millionen gestiegen, sagte Visse. Die Hälfte dieser neuen Kunden sei von AOL zu MSN gewechselt.

Der große Zuwachs für MSN ist für AOL nur ein kleiner Verlust: was dem einen viel ist, sind dem anderen Peanuts. AOL ist mit rund 31 Millionen Kunden der weltgrößte Anbieter von Internetzugängen.