Online-Shop Hacker belasten Kreditkarten
Man könne erst in einigen Tagen Genaueres zu der Hackerattacke bekannt geben. "Wir haben noch nicht alle Fakten", sagte Egghead.com-Sprecher John Stodder. Es sei allerdings sicher, dass die virtuellen Einbrecher an einige der insgesamt 3,7 Millionen Kundendaten herangekommen seien. Das FBI ermittle. "Mehr kann ich nicht sagen", so Stodder.
Die betroffenen Kunden dürften sich mit der spärlichen Informationspolitik des Computerhändlers kaum zufrieden geben. Einige berichteten dem Onlinedienst "Cnet-News", dass auf ihren letzten Kreditkartenabrechnungen unbefugte Abbuchung in Höhe von fünf bis zehn Dollar auftauchen. Das Geld sei in allen Fällen an das russische Unternehmen Global Telecom überwiesen worden.
Es ist allerdings unklar, ob die mysteriösen Abbuchungen wirklich in Zusammenhang mit dem Hackereinbruch bei Egghead.com stehen. Mitte des Monats hatte ein Hacker 55.000 Kreditkartennummern ins Netz gestellt, um so den US-Kreditkarten-Dienstleister Creditcards.com zu erpressen. Auch in diesem Fall hat das FBI die Ermittlungen aufgenommen.
Egghead.com habe keine Hinweise, dass mit den Kreditkarten seiner Kunden Missbrauch getrieben worden sei, sagte Stodder. Trotzdem habe man die Kreditkartengesellschaften bebeten, den Zahlungsverkehr der betroffenen Kunden zu beobachten.