Online-Umfrage Wenig Vertrauen zu Internet-Shops
Hamburg - Noch skeptischer sind die Internetnutzer allerdings, was die Technik der Online-Shops angeht: 62 Prozent rechnen mit technischen Problemen, wenn sie ihre Weihnachtsgeschenke im Netz kaufen wollen. Insgesamt 1253 Interneteinkäufer wurden online im Auftrag der Unternehmensberatung Mummert + Partner befragt - das Ergebnis der Untersuchung ist offenbar eine schallende Ohrfeige für die E-Commerce-Betreiber: Ihr Ruf scheint miserabel zu sein.
38 Prozent der Befragten erwarten, dass in ihren Paketen nicht die gesamte Bestellung liegt. 26 Prozent rechnen damit, darin die falsche Ware vorzufinden. 28 Prozent könnten sich vorstellen, dass Bestellungen gar nicht erst umgesetzt werden, und 37 Prozent zweifeln daran, dass die Lagerbestände überhaupt für das Weihnachtsgeschäft ausreichen. Doch für viele scheitert der Umfrage zufolge der virtuelle Weihnachtseinkauf schon, bevor Lieferschwierigkeiten überhaupt auftreten können: 45 Prozent der Internet-Nutzer, denen das Vertrauen in den Online-Einkauf fehlt, beklagten auch die Unübersichtlichkeit des Warenangebots.
Erstaunlicherweise spielt nach der Studie das Misstrauen gegen die Zahlungswege im Netz eine untergeordnete Rolle. Nur 29 Prozent der Befragten zweifelten die sichere und missbrauchsfreie Übertragung der sensiblen Daten an.
Bleibt aber die Frage, ob der Ruf der Online-Shops wirklich so schlecht ist, wie es die Unternehmensberatung glauben machen will. Immerhin lebt Mummert + Partner davon, Image und Arbeitsabläufe subjektiv zu verbessern und die "optimierten" Firmen zur Kasse zu bitten. Doch Unternehmensberatung ist Sauerbier, wenn die Zielgruppe, in diesem Fall die Online-Shops, auf vermeintliche Fehler nicht hingewiesen wird. Womit das Motiv für die Online-Umfrage eventuell aufgeklärt ist.