Panasonic/IME: Brenner für unterwegs - DER SPIEGEL
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Panasonic/IME Brenner für unterwegs

Mit mobilen CD-Brennern für den Laptop lasse sich - so meinen die Hersteller - die Datensicherung bequem auch unterwegs erledigen. Wahrscheinlicher ist, dass viele damit die Musik-CDs ihrer Bekannten sichern werden - verbotenerweise. Gute Freunde servieren dazu einen Kaffee: Schnelle Geräte schaffen 650 MB in acht Minuten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der externe CD-Brenner hat mächtig abgespeckt: Die zwei Modelle, die Panasonic  und IME  auf der Cebit vorstellen, machen es denkbar, dass man so ein Ding schon mal in der Westentasche herumträgt. Gedacht ist so etwas - sagen die Hersteller - zur Datensicherung am Laptop.

Schon möglich, dass die mobilen Brenner auch dafür angewandt werden. Wahrscheinlicher ist es aber, dass durch sie eine größere Stückzahl Sicherheitskopien von Musik-CDs und Spiele-CD-Roms entsteht. Für 750 Mark vertreibt IME die Flunder der Firma Archos  aus Frankreich, die es in punkto Geschwindigkeit mit so manchem Lesegerät aufnehmen kann.

Den portablen Brenner gibt es in einer Mac- und in einer Windows-Version. Die Schreib- und Wiederbeschreib-Geschwindigkeit erreicht Faktor 4x, gelesen wird mit bis zu 24facher Geschwindigkeit. Angeschlossen wird der nur 500 Gramm leichte Winzling über den USB-Port, eine Firewire-, Cardbus- oder PC-Card-Schnittstelle. Die Ansprechzeit soll knapp unter 100 Millisekunden liegen, ein interner Speicher-Buffer von 2 MB sorgt für das Kurzzeitgedächtnis. Der Verkauf hat noch nicht begonnen.

Noch flacher ist die Konkurrenz-Maschine, die Panasonic vorstellen wird. Der KXL-RW10A soll 859 Mark kosten und bietet ein ähnliches Leistungsspektrum wie das IME/Archos-Gerät. Der "KXL" schreibt mit vierfacher Geschwindigkeit - wenn man will auch mehrmals auf RW-Medien - und liest immerhin mit Tempo 20. Die Zugriffszeiten liegen bei 150 Millisekunden, der interne Cache ist ebenfalls 2 MB groß. Die Nase vorn hat Panasonic beim Gewicht: gerade einmal 360 Gramm wiegt der KXL. Leicht langsamer als der Konkurrent zeigt sich das Panasonic-Gerät jedoch flexibler: Neben CD-Rom und RW-Medien "versteht" der KXL auch Audio-CDs, Video-CDs, CD-i und Foto-CDs. Mac-Besitzer werden mit ihm allerdings nicht glücklich: Panasonic hat nur an die Kunden des beinahe-Monopolisten aus Seattle gedacht. Als Schnittstelle fungiert ein PCMCIA-Slot. Und noch in einer anderen Hinsicht hat Panasonic die Nase leicht vorn: Der Verkauf des KXL hat bereits begonnen ...