Pentium 4 Schneller, besser, schöner - aber wofür?
Der Pentium 4 war bereits im Februar der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Damals noch unter dem Namen "Willamette". Er bringt es auf eine Taktung von 1,5 Gigahertz. Prozessoren der Reihe Pentium III schafften in der Vergangenheit bis 900 Megahertz. Zuletzt hatten die beiden Hauptkonkurrenten auf diesem Gebiet, AMD und Intel, im März Chips vorgestellt, die sie auf die Geschwindigkeit von einem Gigahertz getrimmt hatten.
Der Pentium 4 soll laut Intel in die Markenfamilie "Pentium" eingegliedert werden, um auf deren Erfolg aufzubauen. Details wurden zum jüngsten Intel-Kind aber bisher nicht bekannt. Es soll allerdings auch über technologische Veränderungen verfügen. Zum voraussichtlichen Preis des neuen Prozessors machte Intel ebenfalls keine Angaben.
Nun sind die Software-Entwickler dran, mit der neuen Technik Schritt zu halten. Bis dahin, meinen Experten, sollten Verbraucher mit dem Kauf des Pentium 4 auf jeden Fall warten. Bislang macht es der Prozessor allenfalls möglich, Spiele und Grafiken schneller zu machen.
Intel-Chef Craig Barrett geht in eigener Sache aber davon aus, dass sich der Pentium 4 rasch durchsetzen wird. Denn in der sich immer weiter beschleunigenden Welt von Internet und E-Commerce seien schnelle Rechner von wachsender Bedeutung. Interessant mag das neue Produkt daher zunächst nur für den Profi sein, der für seine Rechenprogramme auf schnellere Systeme angewiesen ist.
Derweil kündigte Intel an, bereits Ende Juli eine neue Generation Pentium III auf den Markt zu werfen. Der schafft immerhin eine Geschwindigkeit von 1,13 Gigahertz.
Thorsten Pifan