Peter Kabel: "Machdumit" macht er nicht mit - DER SPIEGEL
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Peter Kabel "Machdumit" macht er nicht mit

Dem Branchendienst "Kress" hat noch niemand einen Mangel an Frechheit vorgeworfen. Dass er aber dem Hamburger Multimedia-Unternehmer Peter Kabel Mitte Mai unterstellte, er heiße eigentlich "Hasan Rachman Machdumit", empörte diesen doch zutiefst. So tief, dass seine PR-Agentur jetzt noch einmal ausdrücklich darauf hinweist.
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Der Chef der Kabel New Media AG, Peter Kabel, ärgert sich noch immer über Berichte, er habe seinen Namen erfunden. Die PR-Agentur des Unternehmens teilte am Freitag in Frankfurt mit, die entsprechende Behauptung des Fachblatts "Kressinternet" sei ehrverletzend gewesen.

Frei erfunden und diffamierend sei zudem der Geburtsname, den die Journalisten genannt hatten: "Hasan Rachman Machdumit". Kabel sei Sohn einer deutschen Mutter und eines ägyptischen Vaters, und sein echter Geburtsname sei aus dem Arabischen lautsprachlich ins Deutsche übertragen worden.

Der Branchendienst "Kress report" und der Internet-Ableger "Kress online" hatten bereits am 26. Mai eine Richtigstellung veröffentlicht und sich entschuldigt:
"Ein Missgeschick ist der kress-Redaktion in dem am Freitag erschienenen Sonderheft Kressinternet unterlaufen - Zu unserem Bedauern auf Kosten des kürzlich vom 'manager magazin' zum Entrepreneur des Jahres gekürten Peter Kabel, CEO der Kabel New Media-Gruppe. Über seinen Namen 'Kabel' heißt es auf Seite 21, er sei erfunden. Das ist Unsinn. Von der Redaktion erfunden ist vielmehr der Name, der im Artikel als der eigentliche Name von Peter Kabel angegeben wurde. Die Redaktion bedauert das Missgeschick sehr."

Kabel, 37, teilte nun mit, er akzeptiere die Entschuldigung. Wichtig sei es aber, diese "offensichtliche Ente" aus der Welt zu schaffen, "auch um anderen in Deutschland lebenden Menschen arabischer Herkunft blöde Spiele mit ihren Namen zu ersparen". Das dürfte nun erneut gelungen sein, nachdem der eigentliche Vorgang bereits wieder in Vergessenheit geraten war.

Kabel meinte weiter, in Zeiten von "Kinder statt Inder"-Kampagnen, wie sie etwa die CDU in Nordrhein-Westfalen gegen die so genannte Green Card für Computerexperten geführt hatte, sollten die Medien "auf Darstellungen mit rassistischem Beigeschmack" verzichten.

Die am Neuen Markt notierte Kabel New Media ist ein Dienstleister für Unternehmen in der Welt der neuen Medien. "Kressinternet" hatte Gründer und Chef Kabel auf Platz sieben der 100 wichtigsten Deutschen im Internet-Bereich gesetzt.