Polizeifunk: Digitale Inseln - DER SPIEGEL
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Polizeifunk Digitale Inseln

Was die meisten Taxis und Busse seit Jahren haben, hätten auch Deutschlands Polizeibehörden und Rettungsdienste gern: digitalen Funk. Nach wir vor ist aber keine einheitliche Lösung in Sicht. Jetzt wollen einzelne Länder vorpreschen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nach der gescheiterten Einführung des Digitalfunks für Polizei und Feuerwehr bahnen sich in Deutschland vorerst Insellösungen an. Mehrere Länder haben dem Bund vorgeschlagen, den Digitalfunk auf eigene Faust mit Technik des EADS-Konzerns einzuführen.

Die Städte Berlin, Hamburg, München, Köln, Stuttgart und Lüneburg wollen auf diese Weise vorpreschen. "Wir stehen bereit", sagt der Hamburger Innensenator Udo Nagel, "wir haben keine Zeit zu verlieren."

Das knapp fünf Milliarden Euro teure Gesamt-Projekt sollte eigentlich bereits zur Fußball-WM 2006 abgeschlossen sein, ist aber bis heute nicht über ein Versuchsstadium hinausgekommen. Zuletzt kam es zu Verzögerungen, weil die Bahn, die das Funknetz entwickeln und betreiben sollte, den angepeilten Kostenrahmen deutlich überzog. Zwar einigten sich die Staatssekretäre der Innenministerien im Dezember, binnen drei Monaten alternative Pläne vorzulegen, dieses Ziel gilt jedoch als sehr ehrgeizig.