Preiskrieg: Nintendo senkt Gamecube-Preis um 20 Prozent - DER SPIEGEL
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Preiskrieg Nintendo senkt Gamecube-Preis um 20 Prozent

Es war zu wittern: Microsofts drastische Senkung des Preises für die Xbox hat einen Preiskrieg eingeleitet. Als erstes reagierte Nintendo, deren "Gamecube" Anfang Mai an den Start geht. Schon jetzt ist klar: Mehr als 199 Euro wird man dafür nicht hinlegen müssen.
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Die neue Spielekonsole von Nintendo soll in Europa erheblich günstiger als geplant angeboten werden. Nach der angekündigten Preissenkung von Microsofts Xbox ist dies ein weiteres Signal für einen Preiskampf auf dem Konsolen-Markt.

Der GameCube soll in Europa für 199 Euro statt wie ursprünglich geplant für rund 250 Euro in die Regale kommen, kündigte Nintendo am Montag in Tokio an. Verkaufsstart soll am 3. Mai sein. Vergangene Woche hatte der US-Softwarekonzern Microsoft eine drastische Senkung des Listenpreises seiner Spielkosole Xbox angekündigt - und kurz darauf die eigenen Verkaufserwartungen für das Jahr 2002 nach unten korrigiert.

Die Xbox soll ab Freitag dieser Woche nur noch 299 Euro statt wie bislang 479 Euro kosten. Hersteller von Spielen für die Xbox hatten Microsoft schon seit längerem zu einer Preissenkung in Europa gedrängt, um den Absatz der Spieleplattform anzukurbeln, die in Europa seit Mitte März erhältlich ist. Von Freitag an wird die Xbox dann exakt so viel kosten wie die konkurrierende PlayStation 2 des Marktführers Sony.

Die Margen im Konsolengeschäft sind nicht allzu üppig: Geld macht man eher mit Spielen. Da hat derzeit kein Hersteller mehr zu bieten als Sony, während sich Microsoft noch bemüht, die magischen 100 Spiele für die Xbox zusammen zu bekommen. Microsoft gab schon zu Zeiten des 479-Euro-Preises an, die Xbox unter Produktionspreis zu verkaufen. Experten gehen deshalb davon aus, dass der Preiskrieg mittelfristig eher über Ausstattungsmerkmale geführt werden wird.