PressPlay/Roxio Streng rationiert
Vor kurzem gaben die Manager von PressPlay eine Kooperation mit TVT Records, einem der größten Indie-Labels der USA, bekannt. Damit gewinnt PressPlay Zugriff unter anderem auf Songs von Nine Inch Nails, XTC und Naughty By Nature.
Neben den Songrechten der PressPlay-Eltern Universal Music Group und Sony Music Entertainment ergibt das einen stattlichen Katalog. Vertrieben wird der Dienst über MSN, Yahoo.com, MP3.com und Roxio.
Pressplay präsentiert sich übersichtlich: Man findet die Songs nach dem Namen der Künster. Alternativ kann man sich auf die Musiksuche nach Genre ("HipHop") und Subgenre ("aggressive") machen und erhält eine Liste mit Angeboten präsentiert. Wenn der Download klappt - was nicht immer der Fall ist - kommt die Musik via DSL schnell auf die eigene Platte und der Song startet automatisch.
Skurrile Nutzungsbestimmungen
Dennoch lahmt das Angebot an manchen Stellen: Zwar finden sich viele Michael Jackson-Songs bei PressPlay, wenn man jedoch einen speziellen Song wie "Liberian Girl" sucht, wird man enttäuscht.
Und auch wenn man einen Lieblingskünstler hat, sollte man sich die Anmeldung bei PressPlay gut überlegen, denn bei PressPlay/Roxio darf man im monatlichen Abrechnungszeitraum nur zwei Songs desselben Künstlers auf eine CD brennen. Wer also ein komplettes Album auf CD besitzen möchte, muss auf den "Buy CD"-Button gehen, der zu Amazon.com führt. Zudem ist die Spielbarkeit der Songs beschränkt auf die aktive Mitgliedschaft.
Fazit: Teuer, technisch unausgereift und die Kundschaft gängelnd - vorerst werden die User wohl weiterhin die kostenlosen Angebote nutzen.
Venio Piero Quinque