Prozess: Napster muss angeblich Titel sperren - DER SPIEGEL
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Prozess Napster muss angeblich Titel sperren

Bei Napster wird es möglicherweise schon an diesem Wochenende Einschnitte geben. Es sickerte durch, das entscheidende Gericht in San Francisco tendiere dazu, dass die Internet-Musiktauschbörse geschützte Titel aus seinem kostenfreien Angebot nehmen muss.
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Washington - Wie US-Medien am Freitag berichteten, wurde Napster auferlegt, schon An diesem Wochenende seine Musiktitel nach geschützten Werken durchzusehen und diese gegen ein Herunterladen zu sperren. Die Musikindustrie hatte gegen die Internet- Tauschbörse wegen des Verstoßes gegen das Urheberrecht geklagt. Napster hatte vor der Verhandlung angekündigt, in Berufung zu gehen, falls die Richterin Marilyn Hall Patel in San Francisco zu Ungunsten der Tauschbörse entscheiden sollte.

Vor der Verhandlung hatten Napster-Fans noch Hunderttausende Songs aus dem Internet herunter geladen. Bislang können Internet-Nutzer über Napster Musik-Dateien kostenlos austauschen. Seit kurzem experimentiert Napster zusammen mit Bertelsmann an einer kostenpflichtigen Version seines Programms.

Patel hatte bereits im vergangenen Juli die Schließung von Napster wegen Verletzung des Urheberrechts angeordnet. Dagegen hatte das inzwischen mit dem Medienriesen Bertelsmann verbündete Unternehmen Berufung eingelegt. Mitte Februar hatte Napster vor dem Berufungsgericht dann eine schwere Niederlage erlitten.

Die Bundesrichter bestätigten die einstweilige Verfügung gegen Napster, die von der Musikindustrie angestrengt worden war. Die Richter äußerten ernste Bedenken gegen das kostenlose Herunterladen von urheberrechtlich geschützter Musik und machten Napster für die Einhaltung des Urheberrechts verantwortlich. Sie schickten den Fall zur Neuformulierung an Richterin Patel zurück.

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