Prozessorkrieg: AMD geht in die Offensive - DER SPIEGEL
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Prozessorkrieg AMD geht in die Offensive

Erstmals hat AMD mit einem Mikroprozessor die Geschwindigkeitsmarke von einem Gigahertz überschritten. Gefertigt wird der schnelle Chip in Dresden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

San Francisco/Dresden - Wie AMD  in Dresden mitteilte, erreicht der am Montagabend in den USA vorgestellte Prozessor aus der Athlon-Reihe eine Taktgeschwindigkeit von 1,1 Gigahertz. Der neue Chip soll nach einem Bericht der Finanzagentur Bloomberg im zweiten Quartal 2000 auf den Markt gebracht werden.

Grundlage für den, zumindest auf dem Papier aufgestellten, Geschwindigkeitsrekord ist ein aktueller Athlon-Chip auf Basis der neuartigen Kupfertechnologie. AMD ist, wie der Hauptkonkurrent Intel , derzeit mit 800 Megahertz schnellen Prozessoren am Markt. Wie AMD arbeitet auch Intel an einem Ein-Gigahertz-Prozessor, der im Herbst auf den Markt kommen soll.

Der weltweit führende Chip-Hersteller Intel und AMD liefern sich seit Monaten ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen um den "schnellsten Mikroprozessor". In der Auseinandersetzung tauchen ständig neue, höhere Taktgeschwindigkeiten auf.

Dabei ist eine hohe Taktfrequenz nicht alles. Wie schnell ein Prozessor letztlich im Computer arbeitet, hängt von zahlreichen Faktoren ab und kann eigentlich erst während des laufenden Betriebs ermittelt werden.

Nachdem es AMD zunächst gelungen war, Intel im unteren Segment Anteile abzujagen, greift der Chiphersteller nun auch das obere Marktsegment an, in dem sich Intel mit seinem Pentium III bereits etabliert hat.

Intel hält weltweit schätzungsweise 80 Prozent des Mikroprozessor-Marktes, AMD kommt auf rund 15 Prozent.