Prozessortechnik Das "Gigahetz-Rennen" geht weiter
Der weltgrößte Chiphersteller Intel will noch in diesem Jahr die ersten Mikroprozessoren mit einer Taktrate von drei Gigahertz für Heimcomputer auf den Markt bringen, kündigte Intel-Manager Paul Otellini auf dem Intel-Entwicklerforum IDF in San Jose an.
Mit Hilfe einer speziellen Technik (Hyperthreading) simuliert der Chip zwei Prozessoren. Er soll auf handelsüblichen PCs rund 25 Prozent mehr Leistung erbringen. Als Antwort auf den Athlon XP 2600+ des Herausforderers AMD hatte Intel erst Ende August einen neuen Pentium-Prozessor mit einer Geschwindigkeit bis zu 2,8 Gigahertz angekündigt.
AMD versucht seit geraumer Zeit, sich von der Taktfrequenz als Vergleichsmaßstab zu lösen: Entscheidend sei die Gesamtperformance. Tatsächlich gelang es AMD in den letzten zwei Jahren immer häufiger, mit augenscheinlich "langsameren" Chips die in Sachen Taktfrequenz überlegenen Intel-Chips in zahlreichen Benchmarks zu überholen.
Intel: Neue Strategien
Der Chipherstellers Intel will sich laut Otellini auf die problemlose Kommunikation der verschiedenen Computer und mobilen Geräte (Konvergenz) konzentrieren. Die Grenzen zwischen Kommunikations- und Computerindustrie würden verschwimmen. "Wir sind auf der Schwelle, neue Technologien zu entwickeln, die es allen Rechnern ermöglicht zu kommunizieren und allen Kommunikationsgeräten ermöglicht zu rechnen." Das herkömmliche Silizium als Baumaterial der Computerchips werde auch bei dieser Entwicklung die "Lokomotive" sein.
Für die Vielzahl künftiger mobiler Internet-Zugänge kündigte Intel für das kommende Jahr seinen Chip "Banias" an. Er soll erstmals in Leistung, Größe und Stromverbrauch speziell für den mobilen Einsatz konzipiert sein.