r@diomp3: Die Austastlücke ist verstummt - DER SPIEGEL
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r@diomp3 Die Austastlücke ist verstummt

Das Konzept klang überzeugend: r@diomp3 übertrug MP3-Dateien über die so genannte Austastlücke des TV-Bildes - ganz legal und ohne Onlinegebühren. Jetzt ist damit Schluss, das Unternehmen stellte seinen Betrieb ein
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Im Grunde war r@diomp3 ein ganz gewöhnlicher Radiosender - samt einer Rundfunklizenz von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. Mit einem normalen Radio bekamen Musikfans das Programm aber nicht zu hören. Dazu brauchte man einen Computer, eine Fernsehkarte und einen Kabelanschluss.

Wer dies alles hatte, konnte ganz legal MP3-Tondaten mit 128 Kilobit pro Sekunde auf die heimische Festplatte ziehen. Dieser digitale Musikstrom ist nun verebbt. MusicPl@y, das Unternehmen hinter dem Sender, beantragte beim Münchner Amtsgericht das Insolvenzverfahren.

Auf der Website heißt es nun nur noch lapidar: " Aufgrund dieser Situation musste der Sendebetrieb von r@diomp3 sowie alle Internet-Aktivitäten mit sofortiger Wirkung eingestellt werden.." Knapp 600.000 MP3-Fans nutzten das Angebot nach Angaben von MusicPl@y. Finanzieren wollte sich r@diomp3 - wie viele andere - ausschließlich über Werbung.