RAM-Technologie Magnetismus statt Strom
Magnetic Random Access Memory (MRam) heißt der neue Baustein, der bereits in den Entwicklungsabteilungen liegt. Bei der Technologie werden zur Speicherung der Datenbits magnetische statt elektrischer Ladungselemente eingesetzt. Der große Vorteil des MRam besteht nach den Angaben der beiden Unternehmen darin, dass kein Strom benötigt wird, um die gespeicherten Informationen zu erhalten. Ergo werde die Batterie-Lebensdauer bei mobilen Geräten auf Chip-Basis steigen. Handys, Laptops und Minicomputer verbrauchen auch im abgeschalteten Modus keinen Strom mehr.
Einen weiteren Vorteil sehen die Entwickler in dem wegfallenden Bootvorgang bei Computern, die mit MRam ausgestattet sind. Bislang verlieren die Speicherchips alle Daten, wenn der Strom abgeschaltet wird. Bei den neuen Bausteinen müssen Betriebssystem und Anwendungen nicht erst wie bisher in den Speicher eingelesen werden, sondern ruhen wegen der magnetischen Ladungselemente bereits im Ram und müssen nur noch aktiviert werden. Infineon vergleicht in seiner Pressemitteilung diesen Nutzen mit dem Standby-Betrieb von Fernsehern oder Stereoanlagen, nur dass bei MRam kein Strom verbraucht werde.
"MRam hat das Potenzial, alle bisherigen Ram-Technologien in künftigen Computer-Generationen zu ersetzen", sagte Bijan Davari von der IBM-Entwicklung. In der Ankündigung der beiden Unternehmen, gemeinsam die neuen Speicherchips zu entwickeln und zu vermarkten, sieht er einen wichtigen Schritt, der die "MRam-Technologie vom reinen Forschungsprojekt zur Entwicklung von Produkten führt".