Robocup Weltmeister!
Seattle - Der "CS Freiburg", amtierender Weltmeister in der Liga der mittelgroßen Roboter, setzte sich im Finale gegen die Konkurrenz aus Japan durch und belegte den 1. Platz. Die virtuelle Fußball-Elf "Karlsruhe Brainstormers", die in der Simulationsliga spielte, unterlag im Endkampf einer Mannschaft aus China mit 0 : 1 Toren. Im letzten Jahr, bei der Weltmeisterschaft in Melbourne, errang das Team der Universität Karlsruhe ebenfalls den 2. Platz.
In der Liga der Klein-Roboter, wo vier kleine RoboCupper pro Team auf einem Tischtennisplatten-großen Spielfeld hin und her flitzen, gewannen zwei Mannschaften aus Singapur und aus den USA. Die "Fu-Fighter", Vizeweltmeister von der Freien Universität Berlin, mussten sich mit dem vierten Rang begnügen. In der Wettkampfklasse der "Legged Robot League" für vierbeinige Roboter wurde Australien erneut Weltmeister. Das "German Team", ein Verbund der Universitäten Bremen, Berlin und Darmstadt, war nach einer 11:0 Niederlage gegen Australien bereits nach der Vorrunde ausgeschieden.
Beim Roboterfußball werden "Spieler" so programmiert, dass sie selbst die Entscheidungen über Bewegungen und Spielstrategie treffen müssen. Nach dem Anpfiff dürfen die "Trainer", Ingenieure, Informatiker und Computerfachleute nicht mehr in den Spielverlauf eingreifen.
Seit dem ersten Turnier, das 1997 mit zwölf Mannschaften in Japan ausgetragen wurde, ist die Veranstaltung zu einem Sportereignis mit über 20.000 Zuschauern angewachsen. Für die "Trainer" sind die Fußballkenntnisse der Roboter nur Nebenprodukt. Ihre Forschung gilt der Entwicklung von künstlichen Helfern, die in Teamarbeit medizinische Operationen ausführen oder gefährliche Aufgaben übernehmen können.