Safer Hex Don't be my Valentine
Wirklich, wer öffnet heute noch E-Mails mit kryptischen Betreffzeilen, einem unbekannten Absender und gewürzt mit fetten Dateianhängen? Klickt die noch begierig an, um zu sehen, was sich darin verbirgt?
Die Antwort darauf ist leicht saisonbedingt. In den Tagen bis zum Valentinstag klicken Web-User so ziemlich alles an, was ihnen elektronisch ins Haus flattert - vor allem in der angelsächsischen Welt, aber immer öfter auch hier zu Lande. Rund um den 14. Februar boomen die anonymen E-Mails, die Web-Postkarten und sonstige Anhang-gesättigten Zuschriften amüsant-amouröser Art.
Das, sagt Sophos, ist ein Patentrezept zur Verbreitung gefährlicher Computerviren. Das englische Softwareunternehmen nimmt sich pfiffig den Valentinstag zum Aufhänger für seine neueste, publikumswirksam servierte Anti-Viren-Kampagne: Eine Mischung aus "Nie wieder ohne" (Virenschutz-Software) und "Sag lieber Nein" (zu Attachment-Post und Valentinsgrüßen).
"Safe Computing" nennt sich das Ganze - und wurde von britischen IT-Journalisten schnell zu "Safer Hex" verballhornt.
Dass dahinter mehr steckt als nur das übliche Lärmen der Eigenwerbetrommel, zeigt der Blick zurück: Der "Erfolg" von "I Love You" ist zum Teil nur dadurch zu erklären, dass auch dieses Virus im Vorfeld der Valentinszeit auftrat. Dabei sei es so einfach, der Gefahr zu entgehen, sagt Sophos: Einfach alle unaufgeforderte Valentinspost ungeöffnet entsorgen und die geliebte Person stattdessen mit Blumen, Essenseinladungen und ähnlichen Altmodischkeiten umgarnen - und schon habe man sich vielleicht viel Ärger, bestimmt aber viel Schwachsinn erspart - und vielleicht sogar jemanden gewonnen.
Und auch für die "Zeit danach" hat Sophos guten Rat parat, der sowohl dazu beitragen könnte, die Virenfluten einzudämmen als auch der nicht minder nervigen E-Mail-Inflation Herr zu werden:
"Safer Hex" für Unternehmen
"Safer Hex" für Anwender