Samsung ITCAM-7 Camcorder ohne Kassette
Hightech-Freaks wissen das: Festplatten bekommt man heute hinterher geworfen, wenn man auch nur laut "Euro" sagt. Das einst so teure Speichermedium wird erstens immer billiger, zweitens physisch immer kleiner und drittens immer größer - was ihre Speicherkapazitäten angeht.
Ideale Voraussetzungen, dachte man sich bei Samsung, um das rotierende Magnetspeichersystem in einer Kamera unterzubringen.
Von denen setzen immer mehr auf Speichermedien wie Sticks und Karten verschiedener Standards, statt auf die althergebrachten Band-Kassetten. Eine feine Sache ist das, weil es Platz spart, Leistung bringt und Filme liefert, die auch nach der zwanzigsten Vorführung weder wellig, noch abgenutzt sind: Sie landen auf CDs. Wechselspeicher sind dabei eine Ideallösung für Leute, die - den Urlaubsalltag dokumentierend - Monumentalwerke mit Überlänge produzieren wollen.
Samsung hat eine andere Klientel im Blick und geht davon aus, dass dieser eine satte Stunde Videoaufzeichnung genüge. Soviel fasst die 1,5 Gigabyte "große" Festplatte in der mikroskopisch kleinen Kamera: Die misst gerade einmal 6x3x10 Zentimeter, wiegt 185 Gramm und beult die Jackeninnentasche darum auch nur leicht aus.
Das Bildmaterial, das der Winzling liefert, ist dagegen ganz groß, versichert der Hersteller. Die Videodaten wandern in Mpeg 4-Kompression auf die Platte und werden dort mit 30 Bildern pro Sekunde und 640 mal 480 Pixeln abgespeichert.
Für Audio- und Videoausgänge fand Samsung auch noch Platz, um direkt TV-Geräte, Stereoanlagen und Videorecorder ansteuern zu können, aber die eigentliche Daten-Pipeline heißt USB.
Die ist natürlich vom Standard 2 und soll eine Stunde komprimierten Urlaub binnen fünf Minuten zur weiteren Verarbeitung auf den Rechner übertragen. Jetzt muss man nur noch jemanden finden, der auch willens ist, sich das anzusehen.