Schöner Arbeiten: Flachdisplays als Design-Objekt - DER SPIEGEL
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Schöner Arbeiten Flachdisplays als Design-Objekt

Seit die klobigen Röhrenmonitore von flachen TFT-Schirmen abgelöst werden, sind im Design von Bildschirmen ganz neue Wege möglich. Aber nur wenige Hersteller wie Apple, Formac oder Sony wagen tatsächlich Neues.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Natürlich kann man einen Monitor danach kaufen, wie schnell die Reaktionszeit seiner Pixel ist, wie stark der Kontrast und wie viele USB-Buchsen wo zu finden sind. Ob der Bildschirm aber tatsächlich eine Augenweide ist, bestimmen die technischen Daten heutzutage meist nur noch am Rande.

Es ist vor allem das Design, das über Gefallen oder Nichtgefallen des neuen Flachmanns auf dem Schreibtisch entscheidet. Was die Materialien betrifft, greifen die meisten Hersteller genau wie zu Röhrenzeiten zu grauem Plastik. Auch das Design überzeugt nur in wenigen Fällen. Mancher Monitor will filigran erscheinen, wirkt aber eher so, als hätten Techniker ihn aus möglichst wenig Material zusammengeschraubt. Andere erscheinen regelrecht missraten - ihr billiges Design korreliert zum Verkaufspreis.

Die kalifornische Firme Apple gehört seit jeher zu wenigen konsequenten Verfechtern des Faktors Design beim Bau von Computern. In die Rubrik Legenden gehören unter anderem der erste iMac und der Cube - ein kleiner Würfel aus Plexiglas mit passendem Monitor und durchsichtigen Lautsprecherkugeln.

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Schick und flach: Designermonitore

Foto: Apple / DDP

Bei den iBooks und den iPods setzt Apple ganz auf die Wirkung weißer, an den Rändern abgerundeter Plastikflächen. Die Cinema Displays, Breitwandminitore im 16:9-Format, sind hingegen in ein Gehäuse aus gebürstetem Aluminium gehüllt - passend zum Alu-Design der G5-Rechner. Das extravagante Aussehen hat natürlich seinen Preis: Die 20-Zoll-Variante mit einer Auflösung von 1680 mal 1050 Pixeln kostet 1000 Euro - für die 30-Zoll-Ausgabe (2560 x 1600 Pixel) werden über 3000 Euro fällig.

Der japanische Konzern Sony setzt ebenfalls auf exklusive Formen und Materialien - zumindest bei den teureren Geräten. Zur Cebit stellt Sony neue Flachbildschirme mit schmalen Rahmen aus Edelstahl vor. Auffällig sind die nach vorn geschwungenen Linien am Fuß - ein ungewöhnlicher, aber durchaus gefälliger Ansatz.

Die Monitore werden sowohl mit Standard-Panel geliefert (SDM-HS75, 17 Zoll, 330 Euro) als auch mit einem besonders hochwertigen 19-Zoll-Schirm. Dieser ist mit Sonys X-Black-LCD-Technik ausgerüstet, die ein besonders helles und klares Bild erzeugen soll. Mit 12 Millisekunden Reaktionszeit dürfte der 19-Zöller SDM-HS95P auch Spieler interessieren. Preis: 680 Euro.

Ein ähnliches X-Black-Panel verbaut Sony in die Modellreihe MFM-HT. Ein integrierter TV-Tuner macht die Monitore gleichzeitig zu Fernseher und Computerschirm. Das HDTV-fähige Gerät kostet 900 Euro.

Schon seit Jahren baut die US-Firma Formac  mit Sitz in San Francisco Bildschirme mit ausgefallenem Design und sehr guter Bildqualität. Eine gewisse Affinität zu Macs steckt nicht nur im Namen, dank DVI-Schnittstelle passen die Monitore jedoch auch an Windows- oder Linux-Rechner. Die 19-Zoll-Version Gallery 1900 kostet rund 500 Euro, die 20,1-Zoll-Ausgabe Gallery 2010 900 circa Euro.

Holger Dambeck

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