Serverausfall: Microsoft gibt Techniker die Schuld - DER SPIEGEL
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Serverausfall Microsoft gibt Techniker die Schuld

Menschliches Versagen soll die Ursache für einen Totalausfall der wichtigsten Microsoft-Web-Seiten gewesen sein. Der Softwarekonzern war zwölf Stunden lang im Netz nicht erreichbar.
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Seattle - Wie Firmensprecher Adam Sohn erklärte, sollte ein Techniker am Dienstagabend den so genannten Nameserver von Microsoft warten. Dabei wurde der für den Datenverkehr zentrale Rechner angeblich falsch konfiguriert. Nameserver stellen die Verbindung zwischen eingängigen Internetadressen wie www.microsoft.com und den internen Adressen von Webservern her, die lediglich aus vier Zahlen bestehen.

Der Software-Konzern Microsoft hatte sich nach der fehlerhaften Einstellung seiner Internet-Rechner für mehrere Stunden aus dem weltweiten Computernetz verabschiedet. Betroffen war besonders die amerikanische Startseite www.microsoft.com, über die unter anderem auch das Angebot von Microsoft Deutschland läuft. In der Nacht zum Donnerstag ging Microsoft dann wieder online.

"Das war ein Bedienungsfehler und hat weder mit einem Angriff von außen noch mit der Sicherheit unseres Netzwerkes zu tun", so Sohn. Noch in der Nacht war spekuliert worden, Microsoft könnte Opfer eines Denial-of-Service-Angriffes geworden sein. Ähnliche Attacken, bei denen Server durch eine große Zahl sinnloser Anfragen blockiert werden, hatten vor einem Jahr unter anderem die Seiten von Yahoo und Amazon lahm gelegt.

Neben der Microsoft-Website waren in Folge des Serverproblems auch weitere Angebote des Softwarekonzerns wie MSNBC.com oder MSN.com zeitweise nicht erreichbar. User berichteten, dass der knapp 90 Millionen Kunden zählende E-Mail-Service Hotmail ebenfalls betroffen war, was Microsoft allerdings bestreitet.

Allein die US-Seiten des Softwareriesen konnten nach Angaben der Marktforscher von Media Matrix im vergangenen Monat 53,8 Millionen Besucher verzeichnen.