Sieg für Google: Microsoft bessert Vista nach - DER SPIEGEL
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Sieg für Google Microsoft bessert Vista nach

Einlenken im Streit mit Google: Der Windows-Konzern wird Windows Vista so modifizieren, dass Anbieter wie Google künftig eigene Suchfunktion in das System einbauen können. Den Kritikern reicht das nicht aus. Sie werfen Microsoft Wettbewerbsbehinderung vor.
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Chicago - Microsoft muss nach einer Beschwerde von Google sein neues Betriebssystem Windows Vista ändern. Die US-Justizbehörden und Microsoft erklärten am späten Dienstagabend, der Softwarekonzern werde bei Vista Suchfunktionen für Konkurrenz-Anwendungen leichter zugänglich machen.

Nach der unter Leitung des US-Justizministeriums ausgehandelten Vereinbarung werden Vista-Nutzer auf ihrem Computer die alternativen Programme von Google und anderen Anbietern zukünftig leichter als Standard einstellen können. Eine Vista-Testversion mit entsprechenden Änderungen soll zum Jahresende zur Verfügung stehen.

Die Änderungen werden auch den Browser "Internet Explorer" und das "Start"-Menü betreffen. Zudem habe Microsoft zugesagt, anderen Produkt-Entwicklern wie Google mehr technische Informationen zu geben, damit sie die Leistung ihrer Suchfunktions-Programme unter Vista verbessern können. Google nannte die Entscheidung einen Während die US-Behörden mit dem Microsoft-Vorschlag zufrieden sind, bezeichnet ihn Google nur als "Schritt in die richtige Richtung". Der reiche aber noch nicht aus. Der Konzern hatte moniert, die Desktop-Suchfunktion benachteilige Wettbewerber.

Das erst vor wenigen Monaten eingeführte Betriebssystem Vista ist bereits scharf von Konzernen wie IBM, Nokia, Sun Microsystems und Oracle kritisiert worden. Die Firmen monieren, Microsoft setze bei Vista die schon von der EU verurteilte Wettbewerbsbehinderung fort. Die EU-Kommission wirft dem US-Konzern vor, seine marktbeherrschende Stellung bei Betriebssystemen auszunutzen, um Anbieter anderer Programme zu verdrängen.

Vista ist der Nachfolger des Betriebssystems Windows XP, das auf den meisten Computern weltweit läuft. Die Entwicklung des neuen Programms dauerte mehr als fünf Jahre, die Markteinführung wurde mehrfach verschoben. Microsoft erzielt mehr als die Hälfte seines Umsatzes und fast seinen gesamten Gewinn mit dem Betriebssystem Windows und dem Softwarepaket Office.

mak/Reuters