Siemens: Bald erste Chip-Fabrik im Weltraum - DER SPIEGEL
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Siemens Bald erste Chip-Fabrik im Weltraum

Im Siemens-Forschungszentrum im britischen Roke Manor arbeiten Experten an der schönen neuen Welt der Zukunft: Autos fahren von alleine, Ersatzteile werden aus dem Weltall angeliefert, Journalisten sind nur noch gehende Kameras.
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London - "All diese Szenarien sind schon jetzt technisch realisierbar", sagte Siemens-Forscher Ian Stewart der britischen Agentur Press Association. Binnen zehn Jahren sollen sie in verschiedenen Teilen der Welt zu sehen sein.

Zwischen 2004 und 2007 soll in mindestens einer Stadt ein revolutionäres robotergesteuertes Verkehrssystem eingeführt werden. Die Autos sind mit einem computergestützten Selbstfahrsystem ausgestattet, das auf elektronische Anweisungen von "Navigationsstrahlen" reagiert und automatisch den vorschriftsmäßigen Abstand hält.

Zwischen 2008 und 2010 wollen die Forscher die erste Fabrik im Weltraum bauen. Sie werde wie ein großer Baukasten von Robotern zusammengebaut und sich vornehmlich auf die Produktion von Computerchips oder Pharma-Artikeln konzentrieren. Raumfahrzeuge von der Größe eines Kleinwagens bringen die Produkte dann auf die Erde.

Auch der Alltag wird sich laut Stewart schneller ändern, als mancher glaubt: Bis 2007 werden die Wahlurnen durch die Online-Stimmabgabe über weltweit mobile Terminals ersetzt. Das gebundene Buch wird schon 2010 ein "teures Statussymbol" sein. Kinder brauchen keine Ranzen mehr, weil Lehrmaterial online an den Schulen verfügbar ist. Auf Tankstellen, im Supermarkt und im Kino wird das Zahlen in bar oder per Kreditkarte hinfällig. Die Kassen treten mit dem Mobiltelefon in elektronischen Kontakt und buchen so automatisch die Beträge ab.

Und Journalisten werden, wenn sie so wollen, bis Ende des Jahrzehnts zu "menschlichen Kameras" umfunktioniert. Im Sehnerv eingepflanzte Mini-Sensoren ermöglichen über ein Mini-Handy die Übertragung von Bildern über das Internet und direkt an Fernsehstationen.