Siemens-Handys: High-End-Knochen und Mode-Accessoire - DER SPIEGEL
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Siemens-Handys High-End-Knochen und Mode-Accessoire

Mit zwei neuen Handys will Siemens den oft so unterschiedlichen Verbraucherbedürfnissen gerecht werden. Ein Multimedia-Modell klotzt mit eingebauter Kamera und Radio, das Einsteigermodell soll vor allem im Preis glänzen.
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Hannover - Das SX1 soll das neue Topmodell aus dem Hause Siemens werden. Voll gepackt mit Multimedia und Komfortfunktionen. Ob Farbdisplay, eingebaute Kamera, Radio oder MP3-Player: Das SX1 hat alles. Und kann über Infrarot, USB und den Nahfunkstandard Bluetooth Kontakt mit Laptop oder Desktop-PC aufnehmen.

Schräg ist das Design der Zifferntasten: Statt im gewohnten Neunerblock sind sie in zwei Reihen links und rechts des Displays angeordnet. Wie weit das praxistauglich ist, werden wohl die Nutzer entscheiden müssen. Marketing-Chef Dirk Hofmann glaubt allerdings an das unkonventionelle Design: "Wir sind auf dem richtigen Weg", sagte er gegenüber SPIEGEL ONLINE.

Als Betriebssystem verwendet Siemens für das SX1 die so genannte Series 60, die auch schon bei Nokia im Einsatz ist. Die Multimedia-Plattform unterstützt unter anderem auch Java als Programmiersprache, so dass der Nutzer zu den Standard-Programmen auch weitere Applikationen installieren kann, ähnlich wie beim PDA. Nur der Speicher setzt hier Grenzen. 24 MB hat das SX1 eingebaut, davon sollen bei Auslieferung noch etwa 8 MB für den Nutzer verfügbar sein. Die Menge lässt sich allerdings mit Multimedia-Cards auf bis zu 264 MB erweitern. Das sollte für RealPlayer, 3D-Spiele und MPEG-4-Videos fürs Erste ausreichen.

Als kleines Gimmik unterstützt das SX1 auch gesampelte, also mit dem Mikrofon aufgenommene Klingeltöne. Wenn Heike anruft, kann das Handy dann Heikes zuvor gespeicherte Stimme "klingeln" lassen. Oder auch einen "echten" Eric-Clapton-Song, von der CD zuvor ins Handy eingespielt.

Das SX1 soll ab Juni zu einem Preis zwischen 550 und 600 Euro (ohne Vertrag) zu haben sein. Damit positioniert sich das neue Modell eindeutig im High-End-Bereich.

Gerade der Preis spielt beim neuen Modell A55 die größte Rolle: Niedrig soll er sein. Wie niedrig, das hängt von den großen Telefongesellschaften ab, die das A55 sicher so bald wie möglich ihren neuen Kunden anbieten werden, vor allem als Prepaid-Gerät. Auf Schnickschnack wie beim X1 hat Siemens verzichtet, einzig mehrstimmige Klingeltöne heben das Gerät ein wenig ab von den anderen Einsteigermodellen. Im Vergleich zum Vorgänger A50 also eher Modellpflege.

Neben den beiden Modellen führt Siemens Siemens auch eine neue Marke ein: "Xelibri" soll demnächst mit günstigen Geräten und austauschbaren Gehäusehüllen das "Fashion Accessory Phone" etablieren, das Telefon als Mode-Accessoire. Oder einfacher: die Kunden dazu locken, sich ein Zweit- oder gar Dritttelefon anzuschaffen.

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