Smartsurfer: Web.de will Provider der Provider werden - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Smartsurfer Web.de will Provider der Provider werden

Hehre Ziele hat sich das Unternehmen Web.de gesetzt. Mit der neuen Software "Smartsurfer" wollen die Betreiber aus Karlsruhe Usern stets den günstigsten Internetzugang anbieten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt - Die neue Software soll es Internetnutzern ermöglichen, zum jeweils günstigsten Internet-by-Call-Tarif im Cyberspace zu surfen. Zusätzliche Einstellungen seien dazu am Computer dann nicht mehr nötig, erklärte Web.de-Chef Matthias Greve am Dienstag in Frankfurt. Das Programm klinke sich einfach ins DFÜ-Netzwerk von Windows 95 und 98 ein. Aus einer Tabelle werden dann die Tarife ersichtlich. Damit werde Web.de zum Provider der Provider.

Mit den aktuellen Preisen wird die Software - je nach Wunsch - pro Einwahl oder einmal wöchentlich vom Web.de-Server versorgt. Als quasi Gegenleistung für die Nutzung des Programms wird der Surfer auf das Web.de-Portal umgeleitet. Der Smartsurfer soll kostenlos auf dem Markt erhältlich sein.

Zudem erklärte Greve, dass die Kriegskasse des Unternehmens mit rund 400 Millionen Mark prall gefüllt sei. Das reiche aus, um in der kommenden Zeit einige millionenschwere Zukäufe zu tätigen. Denn, so plant Greve, Web.de soll vom Service-Portal zum Kommunikations-Portal wachsen. Smartsurfer sei nur ein erster Schritt dahin. Mittelfristig will Greve mit seinem Unternehmen zum profitabelsten Betrieb am Neuen Markt werden. Bereits 2001, so schätzt er, könne die Gewinnschwelle überschritten werden.