Studie Breitband-Web kommt langsamer als erhofft
Nürnberg - Breitbandige Internetzugänge werden sich in den nächsten Jahren nur langsam etablieren. Das prognostiziert zumindest das Marktforschungsinstitut Jupiter MMXI. In einer Befragung von 3500 Verbrauchern fanden die Forscher heraus, dass bis zum Jahr 2005 lediglich 14 Prozent der europäischen Haushalte über einen Internetzugang mit Breitband-Technik verfügen werden.
Die Gründe für diese Entwicklung sehen die Marktforscher im mangelnden Wettbewerb unter den Betreibern, in der geringen Nachfrage der Kunden und im hohen Preis für die Technik.
Die Ergebnisse der Befragung zeigten darüber hinaus deutlich, dass das Wissen der Verbraucher über breitbandige Internetzugänge noch sehr begrenzt ist. So würden sich die meisten der Befragten für einen Breitbandanschluss entscheiden, um die Telefonleitung freizuhalten, während sie im Internet surfen. Andere Vorteile, wie den schnelleren Internetzugang und die Möglichkeit, im Internet mit Hunderten von Leuten zu spielen, seien offenbar weniger bekannt.
Im internationalen Vergleich werden die nordischen Staaten mit der derzeit schon größten Internet-Verbreitung in Europa die Breitband-Technik am schnellsten annehmen. Nach Schätzungen von Jupiter MMXI werden im Jahr 2005 etwa 30 Prozent der Haushalte in Skandinavien Breitband-Zugänge haben. In Deutschland und Großbritannien werden es zu diesem Zeitpunkt 17 Prozent beziehungsweise 15 Prozent sein. Nur 10 Prozent sollen es in Frankreich, Spanien und Italien sein.