Supercomputer: Der schnellste Rechner der Welt - DER SPIEGEL
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Supercomputer Der schnellste Rechner der Welt

In der nächsten Top 500-Liste der Superrechner könnte der japanische Hersteller NEC IBMs Bluegene überflügeln. Der SX-9 soll bis zu dreimal schneller Rechnen als der bisherige Spitzenreiter.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Kiste ist etwa so groß wie eine Fotokabine am Bahnhof. Damit ist der SX-9, neuester Sproß aus NECs erfolgreicher Superrechner-Serie, von denen schon rund 1000 verkauft wurden, geradezu kompakt. Und er soll, so behauptet NEC, mehr unter der Haube haben als jeder andere aktuelle Superrechner.

Der SX-9 wird - im Zusammenspiel von 512 der Module - mit einer maximalen Rechenkapazität von 839 Teraflops (TFlops) angegeben, was 839 Billionen (839.000.000.000.000) Gleitkomma-Rechenoperationen pro Sekunde entspricht. IBMs BlueGene/L, der den Spitzenplatz in der Top 500-Liste der Supercomputer bereits seit November 2004 hält, bringt es bisher auf rund 280 TFlops.

BlueGene ist allerdings ein modulares System, das fortwährend ausgebaut wird. Die Entwicklungs-Roadmap sieht vor, den Megarechner bis zu einer Kapazität von 3000 TFlops auszubauen, für das Ende dieses Jahres waren 1000 TFlops vorgesehen.

Nicht nur deshalb gilt es als längst nicht sicher, dass NEC im nächsten Monat tatsächlich den Spitzenplatz vor IBM einnehmen wird. Die theoretisch erreichbare Rechenleistung spiegelt sich nicht immer auch im praktischen Betrieb: Hier wird NEC im nächsten Monat bei der offiziellen Vorstellung des Rechners erst den Nachweis führen müssen. So oder so hofft NEC auf gute Geschäfte mit dem ultraschnellen Rechenknecht, der für hoch komplexe Simulationen wie Klimaberechnungen oder auch ballistische Kalkulationen eingesetzt werden könnte. Kaufen muss man den SX-9 nicht: den kann man mieten - für schlappe 26.000 Dollar im Monat.

pat/AFP/AP