Surfende Automobil-Arbeiter Schröder ist begeistert
"Wir wollen, das unsere Mitarbeiter fit werden im Umgang mit Computern und vor allem auch dem Internet", sagte Ford Deutschland-Sprecher Hans Jürgen Fuchs. Die Mitarbeiter müssten lediglich eine Vergütung von zehn Mark im Monat zahlen.
Auf der 75-Jahr-Feier von Ford Deutschland in Köln lobte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) am Freitag die Computer-Initiative des Automobilkonzerns. "Ich finde das eine tolle Idee, weil das Internet und der Umgang mit Computern, nicht nur für diejenigen immer wichtiger werden, die in den Büros und den Geschäftsleitungen arbeiten." Alle Bürger sollten lernen mit Computern umzugehen, weil sie sonst von Kommunikationswegen abgeschnitten würden und damit auf dem Arbeitsmarkt weniger wert seien, sagte Schröder weiter. Andere Unternehmen sollten sich ein Beispiel an der Initiative nehmen.
Das Gesamtprogramm der Computer-Initiative stehe unter der Leitung der kalifornischen Firma People PC Co., teilte Ford Deutschland mit. Computer und Drucker liefere der Computerhersteller Hewlett-Packard, einen Internet-Anschluss stelle die Firma UUNet, eine Tochter des US-Telefonkonzerns MCI WorldCom, zur Verfügung. Das Basismodell des PC verfügt den Angaben zufolge über einen Celeron-Prozessor von Intel mit 500 Megahertz, 64 Megabyte Arbeitsspeicher, eine 4,3 Gigabyte-Festplatte, ein CD-ROM-Laufwerk und einen 15-Zoll-Monitor, schreibt Ford. Dazu käme ein Farb-Tintenstrahldrucker. Gegen Aufpreis könnten die Mitarbeiter auch leistungsfähigere Systeme erhalten, hieß es.
Für den Internet-Anschluss steht den Mitarbeitern ein spezieller Zugang zur Verfügung, der die Speicherung persönlicher Einstellungen und die Einrichtung eigener Kurzbefehle ermöglicht, teilte Ford weiter mit. Der Zugang werde Ford direkte Links zu Diensten und Informationsangeboten des Automobilherstellers bieten.